Apple stoppt Galaxy Tab 10.1 auch in Australien

Ach, es wäre ja zu schön gewesen…! Nachdem es einige Tage doch sehr ruhig um die beiden Streithähne Apple und Samsung war, zumindest was den Rechtsstreit anbelangt, geht es jetzt doch wieder weiter. Ein Gericht im australischen Sydney sprach verhängte eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf des Samsung Galaxy Tab 10.1.

Richterin Anabelle Bennet ist der Ansicht, dass Apple gute Aussichten auf Erfolg in der Hauptverhandlung hat und sieht die einstweilige Verfügung damit als gerechtfertigt an. Nach der Niederlage vor dem Düsseldorfer Landgericht vor wenigen Wochen ist Australien nun schon das zweite Land, in dem der Tablet PC von Samsung nicht verkauft werden darf. Wie auch schon in Deutschland beurteilt das Gericht die Entscheidung mit dem „übereinstimmenden Gesamteindruck“.

Die Richterin hatte die beiden Kontrahenten auch aufgefordert, eine Einigung zu finden außerhalb des Gerichts. Der Termin für die Hauptverhandlung wird am 14. Oktober 2011 bekannt gegeben. Sollte es zu einem Prozess kommen, so könnte sich dieser über Monate hinweg ziehen – und wird es vermutlich auch.

Erst kürzlich hat Samsung Apple ein Friedensangebot gemacht – qambo.de berichtete – doch die Anwälte aus Cupertino lehnten es ab. Samsung wollte auf Multitouch-Funktionen verzichten, die auf Apple-Patenten basieren und hat sogar eine Abfindungsvereinbarung angeboten.

Im Gegenzug hat auch Samsung angekündigt, gerichtlich gegen das neue iPhone 4S vorgehen zu wollen. In Italien und Frankreich soll es dafür ein Verkaufsverbot geben. Auch wäre nicht der erste Prozess, den Samsung gegen Apple anstrengt. In Korea und Australien haben die Koreaner schon gegen Apple Klagen eingereicht – mit ungewissem Ausgang.