Apple strebt mit Musik-Streaming-Dienst 100 Milllionen Abonnenten an

Apple will den Musik-Streaming-Markt von hinten aufrollen
Apple will den Musik-Streaming-Markt von hinten aufrollen(© 2014 CURVED)

Realistisches Ziel oder übertriebene Ambitionen? Apple will offenbar mit seinem neuen kostenpflichtigen Musik-Streaming-Dienst nicht nur die Marktführerschaft übernehmen, sondern auf lange Sicht bis zu 100 Millionen Abonnenten gewinnen.

Zum Vergleich: Die Konkurrenz, von Marktführer Spotify bis Deezer und darüber, kann zusammengerechnet gerade einmal 41 Millionen zahlende Abonnenten auf sich vereinen, berichtet Associated Press. Demnach strebt Apple anscheinend eine mehr als doppelt so große Zuhörerschaft an. Laut eines Analysten tritt Apple relativ spät auf den Musik-Streaming-Markt ein, hätte aber aufgrund der großen Zahl an iPhone-Nutzern auf der ganzen Welt durchaus Chancen, zur Konkurrenz aufzuschließen. Voraussetzung dafür sei aber, dass diese einen einfachen Zugang zu dem neuen Dienst hätten.

WWDC-Enthüllung von "Apple Music" gilt als gesetzt

Apple hat sich bislang mit Informationen zurückgehalten, die den Musik-Streaming-Dienst betreffen – ganz wie es der Firmenphilosophie entspricht. Trotzdem gibt es seit geraumer Zeit Gerüchte zu dem Service, der angeblich den schlichten Namen "Apple Music" tragen und auch Live-Radio mit Stars wie Drake und David Guetta bieten soll. So wird zum Beispiel gemutmaßt, dass der Service etwa 10 Dollar im Monat kosten soll – also einen Preis erhält, der ungefähr dem der Konkurrenz entspricht. Gleichzeitig soll es aber Gratis-Monate geben, in denen Neukunden den Dienst testen können. Apple strebt über kurz oder lang nicht weniger als 100 Millionen Nutzer und damit die totale Dominanz im Musik Streaming-Geschäft an.

Voraussichtlich wird Apple den Service am 8. Juni auf der WWDC 2015 der Öffentlichkeit vorstellen – und könnte möglicherweise zum Release das neue Album von Kanye West exklusiv anbieten. Ob dies so eintrifft, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, da Apple offenbar bis zur letzten Minute mit Labels über die nötigen Lizenzen verhandelt hat.


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