Apple-Studie: Gründe für den Wechsel zu Android

Der Prozess zwischen Apple und Samsung bringt immer wieder Neues zu Tage. Jetzt hat Samsung eine Studie vorgelegt, die Apple im Jahr 2010 in Auftrag gegeben hat. In dieser Studie, bei der nur US-amerikanische Nutzer befragt wurden, ging es um den Wechsel von einem iPhone auf ein Android-Gerät.

48 Prozent wollen Mobilfunk-Anbieter nicht wechseln

48 Prozent der Amerikaner, die ein Smartphone mit Googles mobilem Betriebssystem gekauft hatten gaben als Grund dafür an, dass sie ihren Mobilfunk-Anbieter nicht hatten wechseln wollen. Das iPhone war in den USA anfangs exklusiv über den Provider AT&T angeboten worden. Andere Mobilfunk-Anbieter hatten es nicht im Portfolio. Erst 2011 hob der Konzern aus Cupertino die Provider-Bindung auf und das iPhone war auch bei anderen Anbietern zu haben.

36 Prozent der Käufer eines Android-Gerätes in den USA gaben laut der Studie an, dass sie der Marke Google vertrauen. Für 30 Prozent war der Grund für den Kauf eines Androiden der zu kleine Bildschirm des iPhone, während es bei Android bereits Geräte mit größerem Display gab. Etwas überraschend ist vielleicht, dass 27 Prozent der Befragten das App Angebot im Android Market (heute Google Play Store) gegenüber dem von Apples App Store bevorzugten – überraschend deshalb, weil im App Store zum Zeitpunkt der Studie noch deutlich mehr Apps erhältlich waren als in Googles Android Market.

Weitere 26 Prozent wollten jeweils eine bessere Integration von Google Diensten und das neueste und beste Smartphone, Jeweils 25 Prozent gaben an, dass die Turn-by-turn GPS-Navigation sowie der Wunsch nach der neusten Technik ein Grund für den Kauf eines Android-Smartphones anstelle eines iPhones war. Samsung will mit der Vorlage dieser Studie bei Gericht beweisen, dass Apples Argument, die Käufer hätten Android-Geräte schlicht und ergreifend mit einem iPhone verwechselt, hinfällig ist. Und genau das dürfte damit auch bewiesen sein, denn die Gründe liegen klar beim Betriebssystem und verschiedenen damit zusammenhängenden Features sowie beim Wunsch der Kunden, ihren Mobilfunk-Anbieter nicht wechseln zu müssen.