Apple und bankrotter Saphirglas-Lieferant vor Gericht

Im Streit um das Saphirglas ziehen Apple und GTAT vor Gericht
Im Streit um das Saphirglas ziehen Apple und GTAT vor Gericht(© 2014 CC: Flickr/Zé Valdi)

Apple kämpft um seine Rechte an der Saphirglas-Entwicklung: Nach der Pleite von GT Advanced Industries (GTAT) streiten sich beide Unternehmen nun vor Gericht. Dabei will der iKonzern die Verhandlungen so gestalten, dass möglichst wenig Firmengeheimnisse an die Öffentlichkeit dringen.

Die Verhandlung zwischen Apple und GT Advanced Industries (GTAT) am 15. Oktober ist zwar nicht geschlossen – dennoch ist es unwahrscheinlich, dass die Öffentlichkeit Details zur Pleite von GTAT und zur Entwicklung der Saphirglas-Produktion erfährt, berichtet Fortune. Die vereinbarte Geheimhaltung einiger Punkte zwischen Apple und GTAT soll demnach bei Verletzung Strafen bis zu 50 Millionen Dollar nach sich ziehen. Somit haben beide Parteien ein gesteigertes Interesse daran, dass im Verlauf des Prozesses möglichst wenige Interna bekannt werden.

Insolvenz von GTAT wirft Fragen auf

Die genauen Umstände der Insolvenz von GTAT sind nach wie vor ungeklärt: Fraglich ist vor allem, ob Apple eine Mitschuld an der Pleite trägt. Das Unternehmen aus Cupertino hatte sich letztendlich gegen die Verwendung von Saphirglas im iPhone 6 entschieden – in der Gerüchteküche wurde das Material im Vorfeld heiß diskutiert. Offenbar erwies sich das Glas letztlich aber als zu spröde.

Ob die Entscheidung von Apple gegen die Massenproduktion nun für das Scheitern des Saphirglas-Produzenten verantwortlich ist oder nicht – wie es aussieht, wird auch der laufende Prozess darüber kaum Aufschluss geben.


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