Apple und der kommende Triumphzug von Saphirglas

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Gibt es in Apple-Stores bald eine Phablet-Abteilung?
Gibt es in Apple-Stores bald eine Phablet-Abteilung?(© 2014 Apple)

Mit dem iPhone 6 oder der iWatch könnte Apple den Grundstein dafür legen, dass wir Saphirglas künftig in immer mehr Smartphones und Tablets finden könnten – und dass die Konkurrenz auch auf den Zug aufspringen wird. Eine historische Parallele dazu gibt es bereits, wie The Verge in einem Bericht aufzeigt. Auch Aluminium sei erst Dank Apple in der Unterhaltungselektronik salonfähig geworden.

Bis vor wenigen Jahren hatte Aluminium keine große Bedeutung für die Produktion von Smartphones, Tablets oder auch Notebooks, zumindest im größeren Stil. Den Wendepunkt bildete die Entscheidung von Steve Jobs, das MacBook mit einem einteiligen Alu-Gehäuse auf den Markt zu bringen. Seit Oktober 2008 lässt sich das Material daher als massentauglich bezeichnen – zumindest in der Unterhaltungselektronik. Über die Jahre hinweg sind auch andere Unternehmen auf den Zug aufgesprungen. Jüngstes Beispiel: HTC mit dem One M8, dem das einteilige Aluminiumgehäuse einen hochwertigen Eindruck verleiht.

Wie wichtig Apple für die Etablierung des Metalls in der Produktion gewesen sei, betonte auch der Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities kürzlich gegenüber dem Nachrichtenportal Time.com: "Apple war das erste Unternehmen, das die Nachfrage nach Metallgehäusen auf dem Markt der Unterhaltungselektronik vorantrieb. Das führte dazu, dass immer mehr Zulieferer von Aluminiumhüllen in ihre Kapazitäten und ihre Technologien investierten." Erst Apple habe also die wichtigen Impulse für die Zulieferer gegeben, wovon wir heute alle profitieren.

Wird Saphirglas das neue Aluminium?

Diese Entwicklung könnte sich nun mit Saphirglas wiederholen, wie The Verge argumentiert. Bislang ist Saphirglas hauptsächlich Uhrenliebhabern ein Begriff, künftig könnte das Material aber auch in der Unterhaltungselektronik an Bedeutung gewinnen. Im November schloss Apple einen Vertrag mit dem Zulieferer GT Advanced Technologies, um die Produktion der Fotolinse für das iPhone 5 sowie den Fingerabdrucksensor des iPhone 5s zu gewährleisten.

Seitdem häufen sich die Gerüchte, dass Apple das Material auch für andere Zwecke nutzen wolle – nämlich als Display für die iWatch oder das iPhone 6. Das große Problem scheint hierbei zu sein, ausreichende Mengen an Saphirglas aufzutreiben. Mittlerweile soll Apple erste Chargen an Displays aus Saphirglas an Auftragsfertiger in China geliefert haben. Eine Signalwirkung kann Apple damit schon ausgelöst haben: Gerüchten zufolge wolle auch Motorola das Display seiner Moto 360 aus Saphirglas fertigen.

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