Apple und Facebook: Empörung über gefrorene Eizellen

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In Deutschland kommt der Vorstoß von Apple und Facebook nicht gut an
In Deutschland kommt der Vorstoß von Apple und Facebook nicht gut an(© 2014 Facebook, CURVED Montage)

Die Nachricht, dass Apple und Facebook die Eizellen von qualifizierten Frauen auf Firmenkosten einfrieren lassen wollen, sorgte diese Woche für reichlich Diskussionsstoff. Arbeitgeber und Gewerkschaften in Deutschland reagieren ablehnend auf das fragwürdige Angebot der beiden Konzerne.

Das vermeintlich verlockende Angebot einer finanziell subventionierten Spätschwangerschaft von Facebook und Apple bringt Vertreter von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hierzulande mächtig in Rage, wie golem berichtet. "Geht's noch? Familienpolitik sieht für uns anders aus", so die eindeutige Meinung von DGB-Vize Elke Hannack, welche sie der Süddeutschen Zeitung mitteilte. Man brauche keine Unternehmen, die eine Entscheidung für oder gegen Kinder noch schwerer machen. Vielmehr seien flexible Arbeitszeitmodelle nötig, die eine Familiengründung ermöglichen.

Ähnlich sieht es auch ein Sprecher der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). Seiner Meinung nach dürfe der Arbeitgeber keinen Einfluss auf die persönliche Entscheidung über einen Kinderwunsch nehmen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse durch familienfreundliche Angebote erleichtert werden.

Apple und Facebook: Spätschwangerschaft als Sozialleistung

Apple und Facebook wiederum verstehen das Angebot als Teil ihrer Sozialleistungen für Frauen und Familien. Weibliche Mitarbeiter könnten sich durch das Einfrieren ihrer Eizellen in jungen Jahren zunächst auf die Karriere konzentrieren, bevor sie mütterliche Pflichten übernehmen. Bis zu 20.000 Dollar bieten Apple und Facebook pro Fall an. Das soziale Netzwerk übernimmt die Kosten für die Eizellen-Konservierung bereits seit Jahresbeginn, Cupertino will im kommenden Jahr nachziehen. Angesichts des hiesigen Meinungsbildes dürfen sich geneigte deutsche Arbeitnehmerinnen voerst wohl nicht auf ähnliche Angebote freuen.

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