Ice, Ice, Baby: Apple und Facebook frieren Eizellen ein

Kein Scherz: Apple will das Einfrieren von Eizellen bezahlen, um Frauen in den Konzern zu locken
Kein Scherz: Apple will das Einfrieren von Eizellen bezahlen, um Frauen in den Konzern zu locken(© 2014 istock.com/ugurhan)

Es klingt, wie aus einem Science-Fiction-Film, was Apple und Facebook anbieten: Um mehr qualifizierte Frauen in ihre Unternehmen zu holen, lassen beide Konzerne deren Eizellen auf Firmenkosten einfrieren. Dadurch könnte die weibliche Belegschaft mehr von ihren fruchtbaren Jahren im Büro verbringen.

Silicon Valleys Arbeitgeber suchen ständig nach den besten Talenten und denken sich immer neue Programme aus, um potenzielle Kandidaten zu locken – oder wie in diesem Fall: Kandidatinnen. Facebook und Apple haben ihr Auge insbesondere auf weibliche Angestellte geworfen. Damit diese sich auf ihre Karriere konzentrieren können, ohne dass der Storch dazwischen kommt, wollen die beiden Großkonzerne Spätschwangerschaften unterstützen.

Das daraus resultierende Angebot klingt zunächst einmal etwas befremdlich: Gewillte Frauen können auf Firmenkosten ihre Eizellen einfrieren lassen und sich erst später um die Familienplanung kümmern. Wie NBC News berichtet, würden Facebook und Apple dafür bis zu 20.000 Dollar bezahlen. In den USA schlägt die Behandlung mit rund 10.000 Dollar zu Buche, plus Folgekosten in den darauffolgenden Jahren.

Erst die Karriere, dann die Kinder

Facebook bietet diese spezielle Förderung bereits seit Anfang des Jahres an, Apple will ab Januar 2015 nachziehen. Laut eines Facebook-Sprechers haben Mitarbeiterinnen verstärkt nach solch einem Angebot gefragt. Apple wiederum begründet die Maßnahme in einem offiziellen Statement damit, dass Frauen die Chance haben sollen, sowohl an ihrer Karriere zu arbeiten als auch eine Familie zu gründen.

Befürworter der Kryokonservierung applaudieren Facebook und Apple für diese Maßnahme und die Bemühungen, mehr Frauen in die überwiegend männliche Belegschaft beider Firmen zu holen. Kritische Stimmen geben dagegen zu bedenken, dass eingefrorene Eizellen kein sehr zuverlässiger Weg in eine Schwangerschaft sind. Zudem beschreibe die Maßnahme einen kritisch zu betrachtenden Trend in der modernen Arbeitswelt, in der ein Spagat zwischen Familie und Karriere kaum noch möglich zu sein scheint.


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