Apple verliert Finanzchef: Oppenheimer geht in Rente

Geht in Rente: Apple-Veteran Peter Oppenheimer
Geht in Rente: Apple-Veteran Peter Oppenheimer(© 2014 Apple)

Schluss in Cupertino nach 18 Jahren: Peter Oppenheimer, ein Urgestein aus der zweiten Steve Jobs-Ära, hängt Ende September seinen Posten als Apples Finanzchef an den Nagel. Seit 2003 ist Oppenheimer CFO beim inzwischen wertvollsten Konzern der Welt. Auf den 51-Jährigen folgt Luca  Maestri.

Eine Ära geht an der Infinite Loop zu Ende: Finanzchef Peter Oppenheimer legt zum Ende des Geschäftsjahres, das bei Apple traditionell im September zu Ende geht, seinen Posten nieder. "Peter hat uns ein Jahrzehnt lang als Finanzchef gedient“, erklärte Apples-CEO Tim Cook im begleitenden Pressestatement.

„In dieser Zeit stieg Apples Jahresumsatz von 8 auf 171 Milliarden Dollar, während wir weltweit unseren Stempel hinterließen. Seine Weitsicht und Expertise haben einen wesentlichen Anteil an  Apples Erfolg – nicht nur als Finanzchef, sondern auch in anderen Bereichen im Unternehmen. Seine Leistungen und Integrität als unser Finanzchef haben den Maßstab als CFO von börsengelisteten Unternehmen gesetzt“, erklärte Cook, der Oppenheimer gleichfalls „als guten Freund“ bezeichnete.

Oppenheimers späte Ära: Abschied von Steve Jobs’ Bilanzprognosen und 100-Milliarden-Ausschüttung an Aktionäre

So erfolgreich sich Apple in der vergangenen Dekade entwickelte, so war die Bilanzentwicklung doch nicht frei von Turbulenzen. 2006 etwa holte Steve Jobs ein Skandal von rückdatierten Aktienoptionen ein, der sich noch unter Oppenheimers Vorgänger Fred Anderson ereignet hatte. 

Anfang 2013 überraschte Oppenheimer Analysten und Anleger mit der Bemerkung, künftig „einen realistischeren Ausblick“ zu wählen – ein klarer Bruch mit der Steve Jobs-Ära, in der Apple immer wieder durch notorisch zurückhaltende Ausblicke aufgefallen war, die der iKonzern dann leicht übertreffen konnte. Die Apple-Aktie verlor am Tag nach der Ankündigung so stark an Wert wie nie.

Xerox-Finanzchef Luca Maestri folgt Oppenheimer

In Oppenheimers Ära fällt zudem die Wiedereinführung einer Dividende und die größte Kapitalrückzahlungsmaßnahme der Wirtschaftsgeschichte - 100 Milliarden Dollar werden an Apple-Aktionäre bis Ende 2015 in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen zurückgegeben. 

Nachfolger des 51-Jährigen wird sein Vize: Luca Maestri, der im vergangenen Jahr als Finanzchef von Xerox zu Apple wechselte. Zwischen 2008 und 2011 war Maestri bereits CFO beim Joint Venture Nokia Siemens. Der Wechsel wird mit Beginn des neuen Geschäftsjahres im Oktober vollzogen. Aktionäre reagierten achselzuckend auf die Personalie, zumal sie als nicht maßgeblich für die weitere Unternehmensrichtung gilt.


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