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FBI fordert iPhone-Hintertür, Apple widerspricht öffentlich

Apple Logo
Apple Logo (© 2014 CC: Flickr/JeremyMP )
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Ein US-Gericht hat Apple dazu aufgefordert, das FBI beim Entsperren eines iPhones der Attentäter von San Bernardino zu unterstützen. Bei dem Terroranschlag im Dezember 2015 kamen 14 Menschen ums Leben. Offenbar ist die Verschlüsselung des Smartphones so gut, dass die Behörden keinen anderen andere Möglichkeit sahen, als den Hersteller aus Cupertino zur Mithilfe aufzufordern. Apple sieht in der Forderung eine Gefahr für die Sicherheit von Kundendaten und nimmt in einem offenen Brief Stellung.

Wie Apple in dem von Tim Cook unterzeichneten Dokument erklärt, habe das Unternehmen die Ermittlungen bereits in jeder möglichen und legalen Form unterstützt und sogar eigene Techniker abgestellt, die dem FBI bei der Untersuchung des iPhones helfen sollten. Nun aber habe die US-Regierung Apple zu einem nie dagewesenen Schritt aufgefordert.

Ein gefährliches Werkzeug

Zwar laute die FBI-Beschreibung des Tools, das von Apple gefordert werde, anders, jedoch handle es sich dem Schreiben zufolge um nichts anderes als eine Hintertür, mit der wichtige Sicherheitsfunktionen umgangen werden können. Die wichtigste Funktion, um die es dabei gehen soll, sei die Aufhebung der Beschränkung der Eingabeversuche eines Passwortes zum Entsperren des iPhones. Außerdem soll Apple eine Schnittstelle zur Verfügung stellen, über die Passworteingaben an das iPhone übertragen werden können, ohne sie manuell auf dem Smartphone vornehmen zu müssen.

Weil Apple laut eigenen Angaben nicht über solch ein Tool verfügt, müsste dieses erst erstellt werden, was mit der Entwicklung einer neuen iOS-Version inklusive ausgehebelter Sicherheitsfeatures gleichzusetzen wäre. Apple betont in seinem Schreiben mehrfach, das FBI unterstützen zu wollen und deren Motive als richtig und ehrbar zu betrachten, jedoch sei solch eine Software ein gefährliches Werkzeug, mit dem im Grunde die Daten jedes iPhones extrahiert werden könnten. Laut Apple wäre es im Interesse aller, die Folgen solch einer Entwicklung zu überdenken. Das Unternehmen glaubt, dass es falsch wäre, wenn die Regierung es zwingen würde, eine Hintertür in seine iPhones einzubauen.

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