Apple vs. FBI: Israelisches Unternehmen Cellebrite soll iPhone knacken

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Ein israelischer Spezialist für Smartphone-Forensik soll das FBI beim Entsperren eines iPhone 5c unterstützen
Ein israelischer Spezialist für Smartphone-Forensik soll das FBI beim Entsperren eines iPhone 5c unterstützen(© 2016 CURVED)

Kann das FBI nun wirklich das Sicherheitssystem des iPhone ohne die Mithilfe von Apple knacken? Wie die Zeitung Jedi’ot Acharonot aus Tel Aviv laut VentureBeat berichtet, soll das israelische Unternehmen Cellebrite die US-Behörden dabei unterstützen.

Bisher war unklar, wer dem FBI unter die Arme greift. Kürzlich hatten die Behörden aber einen Anhörungstermin mit Apple verschoben, weil neue Entwicklungen angeblich weitere Verhandlungen mit dem iPhone-Hersteller unnötig machen könnten. Externe Helfer sollen dem FBI eine Möglichkeit demonstriert haben, das Gerät zu entsperren, das einem der Attentäter von San Bernardino gehört hatte.

Smartphone-Forensik

Laut des Berichts soll die Hilfe für das FBI vom Unternehmen Cellebrite aus Israel stammen, das dem Firmenprofil zufolge auch auf solche Arbeiten spezialisiert ist. Einer der beiden Geschäftsschwerpunkte ist demnach nämlich Smartphone-Forensik, also das Extrahieren von Daten von ge- und entsperrten Geräten zur Beweissicherung und Beschleunigung von Ermittlungen.

Cellebrite selbst hat die Angelegenheit nicht kommentiert. Dies verwundert allerdings auch nicht, da vermutlich gerade Behörden wie das FBI Wert auf Diskretion legen. Fraglich ist, ob wir es erfahren werden, wenn das FBI die vorgestellte Lösung zur Datenextraktion geprüft hat und sich womöglich für die Anwendung auf das fragliche iPhone entschließt. Für Apple wäre dies ein Ausweg aus dem aktuellen Dilemma: Wenn das FBI die Daten von diesem einen iPhone ohne Hintertür in iOS physisch extrahieren kann, dann kann dieser Fall auch nicht mehr als Druckmittel zur Erzwingung eines universell einsetzbaren Generalschlüssels für iOS-Geräte verwendet werden.


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