Apple Watch Series 4 oder Series 3? Apples Smartwatch-Modelle im Vergleich

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Die Apple Watch Series 4 hat nicht nur ein größeres Display, auch unter der Haube hat sich einiges getan.
Die Apple Watch Series 4 hat nicht nur ein größeres Display, auch unter der Haube hat sich einiges getan. (© 2018 Apple)

Apple hat die neue Apple Watch Series 4 vorgestellt und Design sowie Funktionen grundlegend überarbeitet. Wir vergleichen die neue Smartwatch mit ihrem Vorgänger, der Apple Watch Series 3.

Natürlich sind Design und Style bei einem Wearable wichtig, aber was nützt es, wenn das Gerät technisch wenig her macht. Daher zuallererst: Die Apple Watch ist jetzt
mit einem 64-Bit-Prozessor ausgestattet, was die Leistung der Uhr um einiges verbessert: Apps starten schneller, Anwendungen laufen flüssiger, der neue arbeitet bis zu zwei mal so schnell wie sein Vorgänger. iPhone, iPad und Mac setzen ohnehin schon auf 64 Bit, unter iOS wird 32-Bit-Software gar nicht mehr unterstützt. Lediglich die Apple Watch Series 3 arbeitet noch mit 32 Bit.

Das neue Modell trumpft auf: Neues Design, zeitgemäße Technik

Aufgerüstet hat Apple auch beim Speicher: Während die Series 3 sowohl in einer Version mit 8 Gigabyte Speicher und einer mit 16 Gigabyte zu haben ist, gibt es das neue Modell ausschließlich mit 16 Gigabyte.

Displays in zwei Größen, zeitgemäße Technik unter der Haube: Die Apple Watch Series 4.(© 2018 CURVED)

In Sachen Bluetooth ist die Apple Watch Series 4 mit der neuen Version 5 ausgestattet, um sich mit eurem iPhone zu verbinden, wahlweise auch mit anderen Geräten wie Kopfhörern oder Brustgurt. Eine neuere Bluetooth-Version bedeutet meist höhere Reichweite, weniger Verzögerungen und weniger Energieverbrauch – der Akku hält also länger durch.

Apples jüngste Smartwatch hat im Vergleich zum Vorgänger auch eine größeres Display: Während in der Apple Watch Series 3 Bildschirme mit 38 und 42 Millimeter verbaut werden, ist die vierte Generation mit 40 und 44 Millimeter großen Touchscreens ausgestattet. Das entspricht 32 beziehungsweise 35 Prozent mehr Platz für die Darstellung: Die Bildschirme werden also größer während der Bildschirmrand schmaler ausfällt. Gleichzeitig wurde auch die Auflösung auf 368 x 448 Pixel beziehungsweise 324 x 394 Pixel erhöht. Inhalte können nun also größer dargestellt werden und sind so besser zu erkennen.

Bei der Bedienung gibt die Krone an der Seite der Apple Watch Series 4 nun ein haptisches Feedback. Sprich: Sie vibriert während man mit ihr navigiert. Das soll noch still sein, aber der Lautsprecher im Vergleich zur Series 3 um 50 Prozent lauter.

Neue Generation, neue Sensoren

Die Apple Watch 4 kommt in Ausführungen mit und ohne LTE, ebenso wie die Series 3. Dank LTE könnt ihr mit der Watch telefonieren, Nachrichten senden und Musik streamen, auch ohne mit dem Telefon verbunden zu sein. Wer darauf verzichten mag, kann also getrost zur kleineren Ausgabe ohne LTE greifen. Beide Modelle haben noch weitere Gemeinsamkeiten: Beide haben GPS an Bord, sind nach IP68 wasserdicht, kabellos aufladbar und haben ein Display aus Saphirglas. Apple baut sowohl Series 3 und 4 im Aluminiumgehäuse, nur die Series 4 in Space Schwarz und Gold gibt es auch in etwas schickerem Edelstahl. Die Rückseite besteht jetzt bei allen Modellen aus Keramik.

Mittlerweile nicht mehr ganz up-to-date: Die Apple Watch Series 3.(© 2017 CURVED)

Bis auf die erste Generation der Apple Watch von 2015 werden auch alle Uhren ein Update auf das neue Betriebssystem watchOS 5 bekommen, also auch die Series 3. Mit dem Update  kommt ihr auch in den Genuss der neuen Features, wie beispielsweise der Podcast-App, der Walkie Talkie-Funktion und der Fitness Features, wie die automatische Trainingserkennung, personalisiertes Fitness-Coaching oder den Fitness-Contest, bei dem ihr Freunde sportlich herausfordern könnt. Ein entsprechender optischer Sensor ist in beiden Uhren vorhanden. Dieser wird auch im Dienste der Gesundheit eingesetzt: Die Uhren registriert beispielsweise auffällig niedrigen oder hohen Herzschlag und sogar Vorhofflimmern soll er erkennen.

Nur in der Version 4 gibt es auch einen elektronischen Sensor, mit dem ihr ein EKG erstellen könnt. Der ist weniger als Fitness-Feature, sondern vielmehr als medizinische Hilfestellung konzipiert. Die zugehörige EKG-App ist in der europäischen Ausgabe der Uhr allerdings (noch) nicht verfügbar. Und noch ein Gesundheitsfeature:  Die Apple Watch Series 4 zeigt die UV-Strahlung an und hilft so, Sonnenbrand und langfristige Hautschädigungen zu vermeiden.

Mit Hilfe verbesserter Bewegungssensoren ist die neue Uhr zudem in der Lage zu erkennen, wenn der Träger der Uhr stürzt. Erfolgt innerhalb einer Minute  keine Reaktion, kann sie sogar selbstständig einen Notruf absetzten.

Sondermodelle: Welche bleiben, welche werden eingestellt?

Sportfans werden sich vielleicht für die Nike+ Edition der Uhr erwärmen, die es auch in der neuen Version geben wird. Zu dieser Variante in Alu gibt es spezielle Armbänder und exklusive Nike-Zifferblätter. Daneben hat man Zugriff auf die Fitness-App Nike+ Run Club, die allerdings auch auf den anderen Versionen der Watch funktioniert. Preislich macht Apple hier keinen Unterschied, bei der Luxus-Variante, der Hermès-Edition allerdings sehr wohl: Stolze 1300 Euro muss man hier mindestens hinblättern, und bekommt dafür besondere Zifferblätter und ein sehr besonderes Armband des französischen Luxuswarenkonzerns. Die eigene Nobel-Version, die Apple Watch Edition, wird hingegen nicht mehr aufgelegt.

Die Apple Watch Series 4 gibt es auch in der Nike-Edition.(© 2018 Apple)

Fazit: Die Apple Watch Series 4 hat definitiv mehr drauf

Die Apple Watch Series 4 bietet sowohl in Design als auch in technischer Hinsicht einiges mehr als ihr Vorgänger. Allein der schnellere Prozessor rechtfertigt die Entscheidung für das neueste Modell, wenn denn der preisliche Unterschied zu verschmerzen ist: 299 Euro kostet die Apple Watch Series 3 mit GPS, 429 das aktuelle Modell. Wenn es eine Series 4 Watch mit LTE sein soll, werden 529 Euro fällig, das sind wieder 130 mehr als für die Series 3 mit LTE. Dafür hat man dann aber auch ein Modell am Handgelenk, das flüssig läuft und für die kommenden Apps gerüstet sein sollte. Die anderen Ausstattungsmerkmale, ob exklusive Apple-Armbänder, Sport-Edition oder Nobel-Uhr sind dann reine Geschmacksache.

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