Apple-Webseite erklärt Euch den Streit mit dem FBI

Supergeil !23
Apple soll beim Überwinden der Codesperre eines iPhone 5c helfen
Apple soll beim Überwinden der Codesperre eines iPhone 5c helfen(© 2014 CURVED)

Apple gegen das FBI: Streitpunkt ist ein iPhone 5c, das von einem Straftäter bei einem Terroranschlag in San Bernardino genutzt worden sein soll. Die US-Regierung will Apple mit einem Gerichtsbeschluss dazu zwingen, die Sperre des Smartphones auszuhebeln, um an die gespeicherten Informationen zu gelangen. Bislang weigert sich Apple allerdings beharrlich, dem nachzukommen – Google und WhatsApp pflichten dem bei. Auf einer eigens eingerichteten Webseite erklärt das Unternehmen nun die Gründe hierfür.

Das Web-Dokument trägt den Titel "Antworten auf Eure Fragen über Apple und Sicherheit" und erklärt, worum es bei dem Zwist zwischen dem Unternehmen und der US-Regierung geht. Den dortigen Erklärungen zufolge verlangen die Behörden zwar nur die Entsperrung eines einzelnen iPhones, jedoch hätte dies gewaltige Folgen. Die geforderte Software könnte anschließend dazu genutzt werden, um die Sicherheitssperren weiterer Geräte nach Belieben zu umgehen.

Apple will der Regierung helfen, aber nicht um jeden Preis

Zwar gibt Apple auf der Webseite zu, dass dies möglich wäre, allerdings wäre die Codesperre "das Herz des iOS-Sicherheitsschutzes." Weiter argumentiert das Unternehmen, dass es "falsch wäre, ein eigenes Produkt zu schwächen, nur um für die Regierung eine Hintertür zu installieren." Außerdem gibt Apple zu bedenken, dass damit private Daten und die damit verbundene Sicherheit aufs Spiel gesetzt werden könnte.

Es wäre zwar möglich, eine neu entworfene iOS-Version nur einmal zu verwenden und dann zu löschen, aber in der digitalen Welt könnte sich solch ein verändertes System auf dunklen Kanälen dennoch verbreiten. Es bestünde die Gefahr, dass eine solche Technologie dann immer wieder verwendet werden würde, um iPhones zu knacken. Apple hätte bereits alles getan, was in der Macht des Unternehmens stehen würde, um den Behörden zu helfen – inklusive der Übermittlung des letzten Backups des betreffenden iPhone 5c. Doch würde die Regierung Informationen fordern, die das Unternehmen selbst nicht habe. Apple macht allerdings deutlich, dass die Weigerung, die Sicherheitssperren des iPhones auszuhebeln, keine Unterstützung für kriminelle Elemente darstellen soll: "Wir haben es schon früher gesagt – wir haben keine Sympathien für Terroristen."


Weitere Artikel zum Thema
Xperia XZ und X Perfor­mance erhal­ten Sicher­heits­up­date für Januar
Michael Keller
Das aktuelle Update soll auf dem Xperia XZ alle bekannten Sicherheitslücken stopfen
Sony stellt Googles Sicherheitsupdate von Januar 2017 zur Verfügung: zunächst für das Xperia XZ und das Xperia X Performance.
Meitu ist die nächste Hype-App mit großem Daten­hun­ger
Marco Engelien1
Weg damit !7Mit Meitu lassen sich Selfies schnell bearbeiten.
Mit der Selfie-App Meitu verwandelt Ihr Euch in eine Manga-Figur. Zwar wird die App kostenlos angeboten, Nutzer bezahlen allerdings mit Daten.
Apple sieht Rot: Tref­fen mit Unicode wegen neuer Haar­farbe für Emojis
1
Apple und die anderen Mitglieder des Unicode-Konsortiums stimmen in Kürze über rothaarige Emojis ab
Die rootharigen Emojis kommen: Das Unicode-Konsortium entscheidet nächste Woche bei Apple in Cupertino über die Einführung der neuen Haarfarbe.