Apple zahlt Millionen für "iPad"

Apple konnte ein mögliches Verkaufsverbot seines iPad in China am Montag ausräumen. Der Konzern zahlte dafür eine Millionen schwere Abfindung an das südchinesische Unternehmen "Proview Technology Shenzhen".

Das ist eine großartige Nachricht für Apple (IDC-Analyst Teck-Zhung Wong gegenüber Reuters)[ad id="mobile_half"]

Anfang Februar wurde Apple von Proview verklagt, da laut Aussage des Klägers eine Urheberrechtsverletzung vorlag. Die Firma aus Cupertino wies damals die Anschuldigungen zurück.

60 Millionen Dollar soll Apple an Proview gezahlt haben, berichtet Reuters. In etwa 20 chinesischen Städten ermittelten im Februar lokale Gewerbeämter wegen des Vorfalls. Großelektromärkte, wie Sundan oder Gome es sind, wurde bei Verkauf des iPad sogar mit rechtlichen Konsequenzen gedroht. Der chinesische Ableger des Online-Händlers Amazon nahm ebenfalls das Produkt aus seinem Web-Auftritt. Dies sei auf eine Anfrage von Apple geschehen, da Amazon nicht zu den autorisierten Händlern gehöre. Nach Angaben des “Wall Street Journal” hätte die Maßnahme nichts mit dem nun verhandeltem Fall zu tun gehabt.

Jeder wollte Namen für sich beanspruchen

"Wir haben die weltweiten Rechte von Proview in zehn verschiedenen Ländern vor mehreren Jahren gekauft", zitierte China Daily im Februar aus einer Erklärung Apples. "Proview hält sich nicht an seine Vereinbarung mit Apple – und ein Hongkonger Gericht hat sich in dieser Frage auf die Seite von Apple gestellt", unterstrich Anfang des Jahres Apple unter Berufung auf ein Urteil aus dem Jahr 2011. Laut Proview Shenzhen seien keine Namensrechte für den chinesischen Raum abgetreten worden sein.