Asphalt 7: Heat - Das HD-Rennspiel im Test

Nachdem Asphalt 7 : Heat seit Ende Juli endlich im Google Play Store verfügbar ist, möchte ich euch das wohl beste Rennspiel aus dem Hause Gameloft kurz nahebringen. Soviel vorweg - es verspricht erstklassige Grafik, viele Rennen und eine Auswahl von über 60 lizensierten Boliden.

Asphalt 7: Heat

Kommen wir zu allererst einmal zu den Fakten. Das Spiel kostet aktuell sowohl im Google Play Store als auch im Apple App-Store günstige 0,79€ und ist mit rund 1,36 GB an Spieledaten nicht gerade klein geraten. So empfiehlt Gameloft beim Spielstart nicht ohne Grund den Download im heimischen WLAN Netz zu tätigen, klar sonst ist je nach Datenflat das mobile Highspeed-Volumen schon längst erschöpft.

  • über 60 verschiedene Autos (u.a. Ferrari, Lamborghini, Aston Martin, BMW, Nissan, DeLorean)
  • 15 Strecken in verschiedenen Städten (u.a. Hawaii, Paris, London, Rio, New York, Moskau)
  • über 150 Rennen (in 15 Ligen)
  • 6 verschiedene Spielmodi (u.a. Karriere, Mehrspielermodus, schnelles Rennen, Driften

Wer sich das Spiel ohne weiterzulesen direkt mal im Play Store bzw. App Store anschauen möchte, kann dies über den Link weiter unten im Text tun, oder aber einfach den QR-Code abscannen.

 

Steuerung

Zur Auswahl stehen in diesem Bereich gleich mehrere Möglichkeiten. Asphalt 7 kann natürlich wie die meisten Rennspiele per Neigung des Endgerätes nach links und rechts gesteuert werden, die Bremse und der Nitro-Boost wird per Touch auf dem Display betätigt. Wem das hin und her kippen des Gerätes zu ungenau ist, der kann auch komplett auf die Touchscreen Steuerung setzen. Hier stehen mehrere Optionen zur Auswahl, je nach Geschmack wird hier für jeden die passende Bedienung dabei sein. Insgesamt gefällt mir die Variante der Lenkung links und rechts am Touchscreen Rand am besten, da diese für mich nach Anpassung der Empfindlichkeit am genauesten steuert.

Grafik

Hier hat man gegenüber dem Vorgänger nochmal deutlich zugelegt. So sind die Strecken wirklich allesamt nett anzusehen und auch die Texturen wurden verbessert. Des Weiteren setzt man auf verschiedenen Grafikeffekte, wie dynamische Lichtreflektionen, Blur-Effekte und dynamische Schatten. Auch beim Detail der einzelnen Fahrzeuge scheint man zugelegt zu haben, gerade in der Garage und Nahaufnahme sehen diese wirklich sehr gut aus.

Doch gerade beim Thema Grafik kommt es etwas auf das verwendete Endgerät an, so sehen die Texturen auf einem Samsung Galaxy S3 zum Beispiel besser aus als auf einem HTC One S. Es kommt wohl wie so oft auf CPU (Prozessor) und Grafikleistung des jeweiligen Gerätes an. Ich habe es übrigens auch auf dem brandneuen Samsung Galaxy Note 10.1 angetestet, und auch hier hat es wirklich sehr gut ausgesehen.

Gameplay

Das Spiel macht wirklich Spaß und eignet sich sowohl für kurzweilige Unterhaltung (wenn man eben mal  ein, zwei Runden drehen möchte), aber auch die Langzeitmotivation mit rund 150 Rennen im Karrieremodus kommt nicht zu kurz.

Was jedem klar sein sollte, das man bei Asphalt 7 keinen allzu großen Wert auf Realismus legt, so sind Geschwindigkeiten von über 300 km/h innerhalb der verschiedenen Großstädte problemlos machbar. Bei den vielen Rennen sind verschiedene Events mit Augaben wie driften, Gegner von der Strecke rammen, K.O. Rennen und einiges mehr dabei. Hier ist also Abwechslung geboten, auch wenn sich die 15 Strecken natürlich irgendwann dann doch recht schnell wiederholen.

Die einzelnen Fahrzeuge sowie Extras sind natürlich nicht von Beginn an freigeschaltet, sondern müssen im Laufe der Karriere nach und nach freigeschaltet werden. Wer besonders ungeduldig ist kann mit zahlreichen, kostenpflichtigen In-App-Käufen schneller neue Objekte freischalten. Ein wahrer Gamer sollte aber die Zeit in das Spiel investieren, so kann man die kostenpflichtigen Inhalte eigentlich problemlos umgehen und hat alles "ehrlich" erspielt.

Ein Schadensmodell der Fahrzeuge gibt es übrigens leider nicht, also weder Kratzer noch dellen im Metallkleid des jeweiligen Renners. Auch wenn es sich bei Asphalt 7 : Heat um ein reinrassigen Arcade-Rennspiel handelt, hätte ich mir trotzdem etwas realistischere Unfall- bzw. Kollisionswiederholungen gewünscht. So fliegt das Auto absolut unrealistisch, mit diversen Überschlägen und Purzelbäumen durch die Luft. Dies passiert vor allen Dingen dann wenn man es mit dem Nitro-Boost mal wieder übertrieben hat und in der Leitplanke gelandet ist.

Wem es alleine mit der Meute an Computer-Gegner zu langweilig wird, der kann auf den Mehrspielermodus zurückgreifen. Hier spielt man entweder lokal im WLAN oder aber Online gegen Freunde. Einzig die vorherige Registrierung bei Gameloft "Live!" steht der Nutzung im Vorfeld im Wege, ist dies einmal erledigt kann es aber auch schon losgehen.  In meinem Test klappte das ganze problemlos und ohne größere Lags während der Verbindung.

Was nicht so gut geraten ist, ist die etwas zu übertriebene Verbindung mit Facebook. Man wird immer wieder im Spiel gefragt ob man seinen gerade erspielten Erfolg nicht seiner Facebook Community teilen will. Es mag vielleicht Leute geben die das gut finden, ich hingegen würde mir eine Option wünschen dieses Feature zu deaktivieren.

Fazit

Asphalt 7: Heat ist seinen sehr geringen Kaufpreis von gerade einmal 79 Cent wirklich wert.  Man erhält ein reinrassiges Arcade-Rennspiel mit vielen abwechslungsreichen Events und Fahrzeugen. Die Strecken sehen allesamt sehr hübsch aus, die Steuerung ist gut gelungen und auch die Geräuschkulisse passt. Ich für meinen Teil hätte mir, wie zuvor erwähnt, ein Schadensmodell und einen Hauch mehr Realismus gewünscht.

Die In-App Kaufoption wird vielleicht auch nicht jeder mögen, dafür ist der Einstieg aber wesentlich günstiger als bei vorherigen Titeln (Asphalt 5 kostet z.B. immer noch 3,99€). Ich kann aber auf jeden Fall versprechen das sich die einmalige Investition in das Spiel definitiv lohnt, und mit etwas Ausdauer keine weiteren In-App Käufe nötig sind um das Spiel durchzuspielen.

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