Auf Teufel komm' raus! Airy und Boomster im Hands-on

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Teufel Boomster und Airy
Teufel Boomster und Airy(© 2015 CURVED)

Diese Teufel lädt man gerne zu sich nach Hause ein. Seit vielen Jahren produziert der Boxenspezialist sehr gutes Sound-Equipment für Wohnräume. Mit den Airy-Kopfhörern und der Boomster-Box wollen sie nun auch mobilen Ansprüchen gerecht werden.

Luftikus für die Ohren

Die Airy-Kopfhörer können sowohl per Bluetooth als auch per Klinkenkabel am Smartphone oder Computer genutzt werden. Die kabellose Verbindung klappt reibungslos, sogar ein NFC-Chip ist für das schnelle Koppeln mit kompatiblen Geräten ist integriert.

Die optisch reizvollen und mit 150 Gramm sehr leichten On-Ear-Kopfhörer sitzen dank des verstellbaren Bügels und der flexiblen Ohrmuscheln erst einmal sehr gut. Doch nach längerem Tragen fühlt sich der Airy manchmal ein wenig wie ein Fremdkörper an, was an der recht starren Bauform liegt.

Das Kopfband besteht aus Silikon uns lässt sich abnehmen, wodurch es sich auch einfach reinigen lässt. Mit einer Akkuladung tönt Airy bis zu 20 Stunden. Aufgeladen wird der Kopfhörer über einen Micro-USB-Anschluss an der rechten Seite. In dem selben Kästchen steckt auch die Freisprecheinrichtung und die Fernbedienung.

Nebengeräusche

Leider hört man jedes Drücken der Tasten sehr deutlich, es klackt und knackt, wenn man zum nächsten Musiktitel springt oder kurz die Pausetaste drückt. Sehr gut ist dagegen die Lautstärkeregelung gelöst: Unter dem rechten Logo ist ein äußerst praktisches Drehrädchen versteckt.

Um auch per Kabel hören zu können, liegt dem Airy-Paket ein hübsches Textikabel bei. Allerdings ist es sehr ärgerlich, dass durch die Bauform und das verwendete Material des Kopfhörers jedes Geräusch des Kabels direkt auf die Ohrmuschel übertragen. Es reicht schon, dass das Kabel leicht über den Reißverschluss der Jacke streift, schon wird leise Musik deutlich übertönt. Dann schon lieber ohne Kabel.

Tadelloser Sound

Sobald die Musik läuft, ist dann alles wieder gut. Hier spielt Teufel deutlich seine Sound-Expertise aus. Der ausgewogene Klang gefällt, auch wenn die Treiber einen deutlichen Hang zu Bässen haben. Das stört aber kaum den Gesamteindruck: Der Airy versorgt die Ohren zwar nicht unbedingt mit einem feinen, dafür aber vollen und runden Klang.

Für 149 Euro macht man mit den Bluetooth-Kopfhörern nichts verkehrt – zumal Teufel jedem Käufer einen achtwöchigen Test zugesteht. Gefällt der Kopfhörer nicht, gibt man ihn innerhalb dieser Zeit einfach zurück – und bekommt sein Geld wieder.

Boom, Boom, Boomster

Die achtwöchige Probezeit gilt natürlich auch für den mobilen Lautsprecher Boomster. Laut Teufel soll die Box das Gefühl wiederbeleben, das man vor vielen Jahren mit den sogenannten Ghettoblastern hatte. Dafür wurde dem schweren Kasten auch ein praktischer Tragegriff spendiert.

Obwohl Boomster ausdrücklich für den Außeneinsatz konzipiert wurde, macht sich der Lautsprecher auch hervorragend in geschlossenen Räumen. Die schwarz-matte Oberfläche sieht edel aus und auch die Sensortasten zur Bedienung der Box sind sehr schick. Aber dadurch wirkt die Speaker auch so, als würde jeder Kratzer und jeder Fingerabdruck sofort die Optik beeinträchtigen.

Natürlich lässt sich der Bluetooth-Lautsprecher auch mit einem Stromkabel betreiben. Doch seinen Charme spielt Boomster im Akku-Berieb aus. Rund 16 Stunden hält die Box durch. Und geht der Saft doch zur Neige, lässt sich die Laufzeit mit herkömmlichen AA-Batterien verlängern. Dafür muss dann allerdings der Akku der Box herausgenommen werden.

Boomster zeigt sich auch anschlussfreudig: Neben einem USB-Eingang zum Aufladen von Smartphones und Tablets befindet sich auf der Rückseite ein Eingang für Klinkenstecker. Alle Anschlüsse und auch das Antenntenkabel fürs Radio befinden sich hinter robusten Gummilaschen, wodurch der Lautsprecher perfekt gegen Wind und Wetter geschützt ist.

Fetter Sound mit großer Reichweite

Damit möglichst ohne Hindernisse den ganz Raum beschallt, strahlen die Lautsprecher leicht nach oben. Im Gehäuse sitzen hinter dem Frontgitter aus Metall zwei Hoch- und zwei Mitteltöner sowie an der Unterseite ein Subwoofer. Der Sound ist ingesamt ein wenig basslastig mit klaren Höhen, aber ein wenig flau in den Mitten. Doch insgesamt sorgt Boomster für einen ziemlich ausgewogenen und detaillierten Sound – mit ordentlich Wumms dahinter.

Die integrierte Freisprecheinrichtung bietet beim Telefonieren zusätzliche Freiheit – allerdings taugt dieses Feature eher für professionelle Meetings als für private Plaudereien. Im Test zeigt sich, dass die Box ohne Probleme 20 Meter vom Smartphone entfernt stehen kann, ohne dass es zur Verbindungsabbrüchen kam.

Fazit

Der Teufel hat ganz offensichtlich nicht nur den Schnaps gemacht. Die Airy-Kopfhörer und der Boomster-Lautsprecher von Teufel schlagen sich klangtechnisch hervorragend. Der Kopfhörer hat allerdings einige Schwächen im Design, die Bedienung wirkt so, als wäre sie für Grobmotoriker entwickelt worden.

Optisch ohne Fehl und Tadel ist dagegen der Lautsprecher. Doch auch wenn Boomster eigentlich für den Außeneinsatz konzipiert ist, möchte man den robusten Soundzwerg lieber geschützt in Räumen einsetzen, damit der Lack ja keinen Kratzer bekommt. Und während der Airy eher ein "Kann"-Produkt ist, ist Boomster eine klare Empfehlung.


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