Ausprobiert: So erkennen smarte Lautsprecher euch künftig auch ohne Stimme

Elliptic Labs - Xiaomi Gestensteuerung
Elliptic Labs - Xiaomi Gestensteuerung(© 2018 CURVED)

Von Elliptic Labs habt ihr vermutlich noch nie gehört. Doch die Firma mit Sitz in Norwegen ist dafür mitverantwortlich, dass Smartphones immer randloser werden – aber noch genauso funktionieren wie ihre Vorgänger mit Rand, obwohl das eigentlich kaum möglich ist. Möglich macht das Ultraschall.

Und falls ihr euch nun fragt, warum euch das überhaupt interessieren sollte: Die Technologie von Elliptic Labs ist bereits im Einsatz. Unter anderem in den Xiaomi-Smartphones. Wir erinnern uns: 2017 erzeugten die Chinesen einen immensen Buzz mit einem Smartphone, das so wenig Displayrand wie zuvor kein anderes Smartphone besaß: das Xiaomi Mi Mix. Und auch im neuen Mi Mix 2 ist Elliptic Labs vertreten.

Günstig und präzise: Objekterkennung per Ultraschall

Der Haken bei derlei randlosen Schönheiten: Es gibt kaum Platz für all die Sensoren, die man bislang in den schwarzen Rahmen rund um die Bildschirme verstecken konnte. Gleichzeitig kann und will man nicht auf Funktionalitäten der Vorgänger verzichten. Dabei geht es um so grundlegende Features wie eine Näherungserkennung:  Bewegt man das Smartphone Richtung Ohr, schaltet es sich aus. Blicke ich darauf, schaltet es sich an.

Wie hat Elliptic es also geschafft, bisherige Sensoren zu ersetzen bzw. komplett auf sie zu verzichten? Relativ einfach: mit Ultraschall. Alles, was es dafür braucht, sind ein Lautsprecher, der ihn aussendet, und ein Mikrofon, das ihn empfängt – und eine ziemlich smarte Programmierung. Damit ist es dem Startup gelungen, ohne Sensoren sehr genau die Entfernung von Objekten etwa zu einem Smartphone zu messen. Mit entsprechender Software ausgestattet, war mir so möglich, auf dem Messegelände des MWC das Xiaomi Mi Mix aus dem Standby zu holen, ohne es zu berühren. Genauso einfach war es möglich, einen Anruf stummzuschalten, ohne das Gerät in die Hand zu nehmen und einen Button zu drücken. Sogar aus zwei Metern Entfernung konnte man per Geste einen Schnappschuss machen. Dabei muss man übrigens keine spezielle Geste erlernen, sondern bewegt die Hand einfach Richtung Kamera.

Man drückt seine Hand in der Luft Richtung Smartphone, schon startet die Aufnahme(© 2018 CURVED)

Next stop: smarte Lautsprecher

Dass Xiaomi die Elliptic-Technologie schlussendlich nur nutzte, um das Display auszuschalten, wenn man es ans Ohr hielt: Geschenkt. Denn die Norweger haben längst schon ein neues boomendes Tech-Segment im Visier: smarte Lautsprecher. Wie praktisch, dass aus diese Art Gadgets über Speaker und Mikrofone verfügt! Die Idee dahinter: Smarte Speaker sollen nicht nur auf die Stimme reagieren, sondern auch Gesten. Etwa wenn Alexa wieder in Plauderlaune ist, aber man als Nutzer nicht dazwischenbrüllen will. Eine Geste genügt, schon schaltete das Demo-Gerät mit Alexa auf dem MWC stumm. Ebenfalls denkbar: Lautsprecher könnten den Nutzer per Ultraschall im Raum erkennen und etwa beim Betreten der Wohnung an die To-Dos für den Rest des Tages erinnern. Außerdem lässt sich so aus der Ferne die Lautstärke kontrollieren. In ersten Tests funktionierte das auch mit einer TV-Soundbar, während die Person rund fünf Meter entfernt auf einer Couch saß.

Dem Smartphone-Segment will man laut Nachfrage dennoch treu bleiben: Schon in den kommenden Wochen erscheint demnach ein neues Smartphones mit Elliptic Labs' Ultraschalltechnologie. Den Hersteller oder gar das Modell wollte man in Barcelona aber noch nicht verraten.


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