BASE Cloud: Der Online-Speicher im ersten Test

Zusammen mit einigen neuen Diensten wurde zum 2. April 2013 die sogenannte BASE Cloud gestartet. Abhängig vom gewählten Tarif erhält man als BASE Kunde so zwischen 3 GB, 5 GB oder 10 GB Online-Speicherplatz. Mit der BASE Cloud sollen sich unter anderem persönliche Daten sichern, aber auch zwischen mehreren Geräten synchron halten lassen. Ich habe nun zu meinem Tarif die BASE-Cloud aktiviert bekommen und werde nachfolgend einige erste Eindrücke schildern. Wie schon der 2011 gestartete Service Simyo Sync, beim E-Plus Tochterunternehmen Simyo GmbH, wird auch die BASE Cloud über den erfahrenen Anbieter Funambol realisiert.

Registrierung und Installation

Die BASE Cloud wird automatisch zum berechtigten Tarif freigeschaltet. Nachdem diese aktiviert wurde, bekommt man eine SMS mit dem Link zum Download der benötigten App für das Smartphone oder Tablet. Alternativ kann man sich die App natürlich auch selbst im jeweiligen App Store (Android und iOS) suchen und herunterladen. Nachdem diese also nun installiert wurde, kann man sich direkt in der App anmelden und registrieren, oder im Browser unter cloud.base.de. Die benötigten Angaben sind die eigene Rufnummer, ein persönliches Kennwort sowie die E-Mail-Adresse. Sobald diese Schritte erledigt sind, kann es auch gleich losgehen.

Zur Installation: Entweder den Link anklicken oder den QR-Code mit einer entsprechenden App am Smartphone bzw. Tablet abscannen.

Bedienung der App

Die BASE Cloud-Applikation kommt mit einer recht übersichtlichen Oberfläche daher. In der Übersicht wird sortiert nach Bildern, Videos, Musik und sonstigen Dateien, sowie dem Telefonbuch und den Kalendereinträgen. In den einzelnen Kategorien, werden ähnlich einer Bildergalerie direkt kleine quadratische Vorschaubilder angezeigt, die den Inhalt des jeweiligen Verzeichnisses so direkt darstellen. Musik, Bilder und Videos lassen sich direkt in der App anzeigen oder abspielen, andere Dateien wie beispielsweise PDF oder andere Dokumente können nur mit einem entsprechend installiertem Viewer-Programm geöffnet. In den Einstellungen der App kann definiert werden ob Bilder automatisch per WLAN, oder WLAN und Mobilnetz hochgeladen werden sollen, oder ob man dies immer manuell auswählen möchte. Wer hier also mobilen Daten-Traffic sparen möchte, sollte den reinen Upload per WLAN einstellen. Bei den einzelnen Dateien kann man übrigens anhand eines kleinen Handy- oder Cloud-Symbols erkennen, ob das Bild lokal auf dem Gerät gespeichert ist, oder nur online im Internet. Dateien lassen sich auch manuell selektiert, aus der Cloud, lokal auf dem jeweiligen Gerät abspeichern. Insgesamt hätte ich mir hier eine Einstellung gewünscht alle Dateien markieren zu können, so muss man lästigerweise die Dateien händisch markieren.

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Auf dem heimischen Computer wird die Bedienung der Cloud über das Web-Interface unter http://cloud.base.de realisiert. Hier lassen sich Fotoalben und Musik-Playlisten erstellen. Diese erscheinen dann natürlich automatisch in der jeweiligen Smartphone- oder Tablet-App.

Das bietet die BASE Cloud

Hier nochmal zusammengefasst eine Auflistung was die BASE-Cloud so alles bietet:

  • Speicherung von persönlichen Daten: Kontakte, Kalendereinträge, Fotos, Videos, Dokumente, Musik
  • Immer und überall Zugriff auf Ihre Daten
  • Schutz vor Datenverlust, falls Handy, Tablet oder Laptop beschädigt werden oder verloren gehen
  • Einfache Bedienung und übersichtliches Design
  • Teilen der Daten ganz einfach mit Ihren Freunden in sozialen Netzwerken oder anderen Sharing-Lösungen
  • Kompatibel mit iOS, Android, Windows PC, Mac (ab OSX 10.6)

Mein Fazit

Die BASE Cloud ist eine nette Ergänzung zu aktuellen Smartphones und Tablets, wenngleich der Speicherplatz je nach Tarif mit 3 GB, 5 GB oder 10 GB für den ein oder anderen Anwender zum Komplett-Backup seines Gerätes knapp bemessen erscheint. Die Bedienung der App und des Browser-Clients sind in Ordnung, hier gibt die Oberfläche keinerlei Rätsel auf. Gut übrigens das neben Mediendateien und Dokumenten auch Kontakte und der Kalender gesichert werden können, so geht wenigstens nichts verloren. Neben den kostenlosen Cloud-Lösungen von Dropbox, Box.net, Google Drive oder Microsoft SkyDrive hat die BASE Cloud sicherlich einen schweren Stand, bietet sie doch kaum einen nennenswerten Mehrwert gegenüber den gerade genannten Platzhirschen.