BASE X im Test: Das sagen die Mobilfunkexperten

Seit einigen Wochen ist der neue BASE X Tarif auf dem Markt. Die Mobilfunkexperten Eckhard, Lutz und Florian haben es getestet.

Eckhard testete das BASE 6 Internet (Internet Flat 500), Lutz und Florian jeweils das BASE 6 Komplett Paket (BASE Flat, Allnet Flat 100, SMS Allnet Flat, Internet Flat 200).

Was ist BASE X?

Die Tester sind sich einig, dass BASE X einem Prepaid-Produkt sehr ähnlich ist, „da man die Dienstleistung vorab bezahlen muss“ (Lutz). „Der Vorteil zur normalen Prepaid-Karte ist aber, dass ich mir beim Kauf überlegen kann, ob ich eine Karte für drei oder sechs Monate mit den jeweiligen Flats nutzen möchte. Die Karte ist sofort nach Anmeldung für die von mir ausgesuchte Zeit in Betrieb. Ich brauche mich erst einmal um nichts weiteres, zum Beispiel das Aufladen, zu kümmern“ (Eckhard). Es gibt allerdings trotzdem ein separates Guthabenkonto. Das muss man aufladen, um zusätzliche Optionen zu nutzen, die das jeweilige Paket nicht abdeckt. Man kann sogar „noch weitere Flats hinzubuchen, welche aber sofort über das Guthabenkonto bezahlt werden müssen“ (Florian).

Für welche Nutzer ist das Paket interessant?

Insgesamt stellt BASE X wohl eine Alternative für Leute dar, die sonst zu einer Prepaid-Karte gegriffen hätten: „Interessant ist es für Nutzer, die durch negative SCHUFA-Einträge keinen Vertrag mehr erhalten würden, oder Menschen, die nur für eine bestimmte Zeit im Inland sind, aber kein reguläres Prepaid nutzen möchte (ständiges Aufladen)“ (Florian). Lutz weist aber darauf hin, dass es bei einigen reinen Prepaid-Karten „bessere Konditionen“ und die Vorauszahlung für 6 Monate bis zu 120 € betragen kann. Hier sollte man also noch mal selber vergleichen und abwägen. Einen besonderen Tipp hat Eckhard: „Meine Karte kann bis zum 30.6.2013 aktiviert werden, das heißt, dass man BASE X auch gut verschenken kann!“

Preis-Leistungs-Verhältnis

Hier scheiden sich die Geister. Florian fasst seinen Eindruck so zusammen: „Preis/Leistung stimmt.“ Lutz dagegen findet: „In Summe ist ‚BASE X’ bezogen auf den Leistungsumfang im Vergleich mit Postpaid-Angeboten zu unflexibel, auch wenn es an einigen Stellen punkten kann. Das Preis-Leistungs-Verhältnis gemessen am existierenden Prepaid-Markt ist schlecht.“ Lutz kritisiert zudem, dass man sein Internetvolumen bei BASE X nicht auf 1 GB aufstocken kann und dass es keine Allnet Flat gibt.“ Sein Fazit: „BASE hat günstigere Produkte im Angebot.“
Eckhard gibt aber zu bedenken: „Der Preis meiner BASE 6 Internet liegt bei 60 Euro unverbindlicher Preisempfehlung. Das heißt, dass diese Karte in den Shops zu unterschiedlichen Preisen gehandelt wird. Vielleicht hängt sie ja auch bald bei verschiedenen Discountern an der Kasse?“ Das wäre natürlich interessant.

Der Ablauf vom Kauf bis zur Nutzung

Registrierung: „Das Verfahren ist relativ einfach: Man packt das Paket aus, bricht die SIM-Karte heraus, legt sie ins Handy, rubbelt die PIN frei und gibt diese ein. Danach registriert man sich. Entweder online unter www.base.de/base-x oder telefonisch. Auf der Homepage ist der Punkt ‚SIM-Karte aktivieren’ gut zu erkennen, da er gelb hinterlegt ist.“ (Lutz).
Allerdings stören sich die Tester, vor allem Florian, an den erforderlichen Eingaben wie SIM-Karten Nummer und BASE X-Rufnummer. Denn diese Nummern sind ihrer Meinung nur schwer zu finden – erst mit den Info-Buttons auf der Seite ließ sich das aufklären.

Aktivierung: Nach der erfolgreichen Registrierung erhält man eine Bestätigungs-E-Mail. Die Wartezeit fiel dabei unterschiedlich aus: BASE gibt „zwischen 2 und 20 Stunden“ an, bei Lutz war die SIM-Karte allerdings „erfreulicherweise bereits nach 30 Minuten aktiviert.“, Florian musste hingegen 25,5 Stunden warten.
Lutz weist in punkto Aktivierung außerdem darauf hin: „Man sollte sein Handy hin und wieder mal ausschalten, damit die SIM-Karte erneut versuchen kann, sich ins Netz einzuwählen.“ Denn ansonsten erhält man eventuell seine Aktivierungs-SMS nicht.

Guthaben aufladen: Das geht wahlweise telefonisch, per Lastschrift, per App, online oder per SMS. Eckhardt erläutert die Details so: „Telefonisch geht das Aufladen über die 1155, dort gibt man die 16-stellige Nummer des Guthabenbons ein. Über die BASE X App wählt man "Guthaben aufladen" und gibt dort die 16-stellige Aufladenummer ein.
Wenn man dem Lastschriftverfahren teilnimmt, kann man auch sein Guthaben per SMS aufstocken. Dazu schickt man eine kostenlose SMS mit vollen Eurobetrag an die 250 00. Die Anfrage zur Bestätigung der Aufladung bestätigt man mit einer Leer-SMS.
Eine automatische Kontoaufladung stellt BASE auch zur Verfügung. Zu einem festgelegten Zeitpunkt (Anfang, Mitte oder Ende eines Monats) wird die SIM-Karte dann automatisch bei Erreichen eines vorher festgelegten Guthabenstands aufgeladen.“

Laufzeit nicht auf Basis des Kalendermonats: Die Flats, die im Paket enthalten sind, gelten zwar mehrere Monate lang, eben über die gesamte Dauer des BASE X-Pakets. Aber im Gegensatz zu Laufzeitverträgen gelten die Leistungen der Flats nicht nach Kalendermonaten. Darauf weist Eckhardt hin: „Meine Karte hat eine Internet-Flat mit 500 MB für 30 Tage, danach wird die Geschwindigkeit auf das langsamere Internet gedrosselt. Bisher kannte man es von BASE, dass eine Flat bis Ende eines Monats läuft. Diese Karte ist nach Aktivierung im 30-Tage-Rhythmus gültig. Das Laufzeitende ist unter ‚Mein Tarif’ online oder mit der BASE-X-App immer abrufbar!“

Weitere Leistungen, die nicht schon im Paket inklusive sind

Lutz hätte gern eine größere Auswahl an weiteren Optionen: „Es gibt zu wenig zubuchbare Optionen. Keine weiteren Telefonflats außer der Allnet Flat 100, keine Internetpakete mit 1 GB oder gar 5 GB. Nichts also für Vielsurfer wie mich.“ Die vorhandenen Optionen schneiden bei Florian jedoch gut ab, vor allem auch preislich „Die zubuchbaren Optionen sind von der Preis/Leistung her gut, wenn auch nicht im Discountbereich“. Aber er weist kritisch auf die Preise außerhalb der zubuchbaren Optionen hin: „15 Cent pro Minute oder SMS ist ein stolzer Preis“.

Zusätzliche Services: www.base.de/base-x und die BASE X App?

Man will ja nicht nur telefonieren, surfen etc., sondern muss sich auch mal zwischendurch über den Stand der Dinge informieren. Vielleicht will man auch mal seinen Tarif oder seine Daten verwalten. Was diese Services angeht, erhält BASE X viel Lob. Lutz, der sich selbst „als absoluter Online-Freak und iPhone-Fan“ bezeichnet, „gefallen die Möglichkeiten, die mir die Webseite und die iPhone-App bieten. Die beste Funktion der Webseite und der App: Endlich kann man sehen, wie viele Freiminuten man hat. Das gibt es nur bei ‚BASE X’. Bei allen anderen BASE-Laufzeittarifen sucht man diese Funktion bisher leider vergeblich. Nachdem BASE nun bewiesen hat, dass sie es können, sollte diese Funktion so schnell wie möglich auch für die übrigen Tarife umgesetzt werden.“ Florian teilt diese Meinung quasi 1:1. Ihm gefällt zudem, wie viele Informationen die Internetseite über das Produkt gibt.
Allerdings scheinen noch einige kleinere technische Bugs vorhanden zu sein, z.B. weicht die Laufzeitangabe bei Lutz anscheinend um ein paar Tage von ihm berechneten Laufzeit ab. Florian wünscht sich auch noch eine andere Anordnung der Elemente auf der Website, weil sich z.B. „Die Verlinkung auf die BASE X-Kundenbetreuung ziemlich weit unten befindet. Etwas unklug gelöst.“ Alles in allem hinterließ BASE X in Sachen Service aber einen guten Eindruck bei den Testern.

Allgemeine Einschätzung von BASE X

Eckhard sieht aber in seiner Gesamtbewertung vor allem die Vorteile des Tarifs. Für Lutz persönlich sind hingegen die konkret verfügbaren Pakete nicht das Richtige, weil „die aktuelle Konfiguration zu wenig auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Speziell größere Internetpakete vermisse ich sehr.“ Hier müsste BASE also noch mal nachlegen, um künftig internet-affine Kunden besser für BASE X zu gewinnen. Florian ist insgesamt nicht überzeugt: „Man soll hier vorab für Dienstleistungen zahlen, die man bis jetzt noch nicht in Anspruch genommen hat. Im Prepaid-Sektor gibt es auch Konzepte, wo monatlich die Flat gewechselt werden kann.“ Auch die Preise außerhalb der Flats sind für ihn ein Hinderungsgrund. Eckhard sieht das anders: „BASE-X hat den großen Vorteil, nicht für zwei Jahre gebunden zu sein. Durch die verschiedenen Möglichkeiten, die Karte aufzuladen ist die Bezahlung sehr flexibel.“

Alles in allem zeigt BASE X im Mobilfunkexperten-Test also Licht und Schatten. Deshalb ist eine Sache besonders interessant: BASE hat angekündigt, dass es den BASE X Tarif eng zusammen mit interessierten Kunden weiterentwickeln wird. Jeder von euch kann deshalb, wie BASE es nennt „BASE X Tarif Entwickler“ werden. Mehr Informationen dazu erhaltet ihr im BASE Blog zum Thema BASE X Entwickler. Auch eine direkte Registrierung auf Facebook ist möglich. Sobald wir mehr wissen, informieren wir euch.