Bendgate-Nachtest mit iPhone 6, HTC One M8, LG G3 & Co.

Die Konkurrenz krümmt sich in diesen Tagen höchstens vor Lachen, während Apple neben dem missglückten Update auf iOS 8.0.1 geknickt die zweite Schlappe in einer einzigen Woche einstecken muss. Offenbar aber zu Unrecht, wie ein Testvideo von Consumer Reports beweist: Viel Kraft ist nötig, um ein iPhone 6 Plus oder ein iPhone 6 zu verbiegen.

Apple spricht von wenigen "Einzelfällen" in der Bendgate-Diskussion: Von den über zehn Millionen iPhone 6-Kunden seien gerade mal neun betroffen gewesen. Eine verschwindend geringe Zahl, wie es scheint. Vielleicht verschwinden nach dem neuen Gegentest von Consumer Reports bald auch endlich die Gerüchte um instabile iPhone 6 Plus-Phablets. Die Tester haben zahlreiche Smartphones verschiedener Hersteller unter gleichen Bedingungen von einer Maschine malträtieren lassen, die bis zur maximalen Krümmung der Geräte Druck auf die Testkandidaten ausübt. Darunter ein HTC One M8, ein Samsung Galaxy Note 3, ein LG G3, das iPhone 6 und das größere iPhone 6 Plus. Und weil's so viel Spaß macht, hat Consumer Reports auch gleich noch ein iPhone 5 für den Vergleich im Testlabor zerstört. Gewinner? Samsungs Galaxy Note 3. Verlierer? Eigentlich keiner.

Extreme Belastungen erforderlich

Das Testergebnis überrascht ein wenig, denn in anderen Videos zeigen die Tester, wie leicht sich etwa ein iPhone 6 Plus mit bloßen Händen verbiegen lässt. Consumer Reports misst unter Laborbedingungen immerhin eine Kraft von 70 Pfund Gegendruckgewicht, die nötig ist, um das kleinere iPhone 6 zu krümmen. Auch das HTC One M8 macht bei diesem Druck die Biege. Die beiden Geräte bilden die Schlusslichter im Test. Erst bei 90 Pfund knickt das iPhone 6 Plus ein – es ist also stabiler als der kleinere Bruder. Dicker und robuster übersteht das ältere iPhone 5 den Test. Einer Kraft von 130 Pfund hält das Gerät stand – wie auch das LG G3. An der Spitze: Das Samsung Galaxy Note 3 frisst 150 Pfund. Erst dann ist beim angeblich so "instabilen Plastikbomber" Schluss.

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