Berliner Internet-Institut bekommt Starthilfe von Google

In Berlin soll im Herbst 2011 das Institut für Internet und Gesellschaft gegründet werden. Dafür arbeiten drei renommierte Forschungseinrichtungen zusammen: Die Humboldt-Universität HU), die Universität der Künste (UdK) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Das Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung ist als weiterer Kooperationspartner mit im Boot.

Die Forscher des Internet-Instituts wollen vor allem der Frage nachgehen, wie das Internet die Gesellschaft verändert. Starthilfe gibt es dafür vom Internet-Riesen Google. 4,5 Millionen Euro gibt es für die ersten drei Jahre, sofern die wirtschaftliche Lage es zulässt, will Google sich auch darüber hinaus finanziell für das Institut für Internet und Gesellschaft engagieren.

Wie von allen Seiten betont wird, soll das Institut trotz der großzügigen Finanzspritze unabhängig sein, sowohl inhaltlich als auch organisatorisch. Gewährleistet werden soll diese Unabhängigkeit durch die Zweiteilung: Es wird eine Fördergesellschaft geben und eine Forschungsgesellschaft. Google ist Mitglied der Fördergesellschaft, zu der auch weitere Förderer hinzu kommen sollen.

Zehn Mitarbeiter soll das neu zu gründende Institut bekommen. Sie sollen vor allem der Frage nachgehen, wie das Internet die Gesellschaft verändert. Das Institut für Internet und Gesellschaft soll sich vier Themenkomplexen näher annehmen: Internet-basierte Innovationen, Regulierung, die Wirkung des Internets auf Recht und Verfassung sowie Medienpolitik.

Von vielen Seiten wird das Institut für Internet und Gesellschaft schon sehr kritisch beäugt, bevor es überhaupt gegründet wurde. Grund dafür ist die Finanzspritze von Google. Die Frage, die sich vielen Beobachtern stellt ist: Was will Google damit bezwecken? Und so ganz glauben mag scheinbar niemand, wenn Google-Mitarbeiter Max Senges auf diese Frage antwortet: „Wir freuen uns auf die Ergebnisse der Studien, die uns auch dabei helfen werden, unsere Produkte zu verbessern.“