Bessere Smartphone-Videos: das richtige Zubehör für Bild, Ton und Licht

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Filmen mit dem iPhone 6s
Filmen mit dem iPhone 6s(© 2016 Youtube/Apple)

Akku leer, Speicher voll, schlechter Sound: Wer mit dem Smartphone filmt, erlebt manchmal böse Überraschungen. Zudem nerven verwackelte Bilder und eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten. Klappe für Zubehör und Apps, die bessere Videos liefern.

Das Tolle an Smartphones ist, dass man damit eine Top-Videokamera immer in der Hosentasche dabei hat. Kommt ein tolles Motiv vor die Linse: Einfach losfilmen. Wer öfter mit dem Smartphone filmt -  etwa um seinen YouTube-Kanal zu füttern oder einen Urlaubsfilm zu drehen - erlebt manchmal Überraschungen. Zum Beispiel, dass die 4K-Auflösung des Videos schnell den Speicher überlaufen lässt oder der Stromverbrauch den Akku leersaugt. Mit diesem Zubehör gibt es Abhilfe.

Ruhigere Bilder

Das Problem Nummer eins beim Videofilmen aus der Hand sind verwackelte Bilder. Jeder, der schon mal am Computer oder auf dem großen TV wacklige Bilder angesehen hat, weiß wie sehr das nerven kann. Das beste Mittel gegen wackelige Hände sind Stative (nicht umsonst rücken Profi-Kamerateams oft mit einem Arsenal von Stativen an). Stative gibt es auch mobil: Gorillapod (ab ca. 20 Euro) von Joby ist für Smartphones und Tablets erhältlich. Sie lassen sich in alle möglichen Richtungen verbiegen. Mitnehmen lassen sie sich einfach in der Hosentasche. Mit einem GorillaPod ist es möglich, das Stativ irgendwo hinzustellen oder herumzuwickeln - zum Beispiel um ein Geländer, eine Stange oder den Fahrradlenker - die Gummierung an den Gelenken verhindert das Abrutschen.

Joby Gorillapod(© 2016 Joby)

Ein Selfie-Stick wird oft belächelt - im Fall vom iKlip Grip von IKMultimedia zu Unrecht, denn hier zeigt er sich als vielseitiges Videostativ. Der iKlip Grip (59,99 Euro) vereint gleich vier Stativ-Typen: Er ist ein Tischständer, Zusatzgriff, Selfie-Stick, Einbeinstativ. Plus: Er ist auch ein Smartphone-Adapter für Standard-Stative. Er ist superkompakt und kann immer dabei sein. Egal wie man ihn einsetzt – er sorgt dabei immer für stabile Aufnahmen oder ermöglicht neue Perspektiven - zum Beispiel, sich selbst oder eine Gruppe Menschen zu filmen. Der am Griff hängende Mini-Selbstauslöser startet dabei die bequem die Videoaufnahme.

Bewegte, aber ruhige Videos machen so genannte Schwebestative (auch als "Steadycam" bekannt) möglich. Inzwischen gibt es Modelle, die speziell fürs Smartphone gedacht sind, wie zum Beispiel der LUUV Stabilizer , den wir im Video kürzlich vorgestellt haben.

Besseres Licht, besserer Ton

Neben dem Wackeln ist zu wenig oder schlechtes Licht ein häufiger Grund für schlechte Bildqualität bei Videos - nicht umsonst gibt es in Studios massig Lampen und ganze Beleuchtungs-Teams. Wenn das natürliche Licht nicht ausreicht, heißt es: Lampen an! Am Smartphone selbst ist - wenn überhaupt - nur ein kleiner LED-Blitz eingebaut, der immer eingeschaltet als Zusatzlampe dient. Für iOS und Android gibt es mit iBlazr 2 noch einen externen Zusatz-Blitzwürfel (59,99 Euro). iBlazr kann per App gesteuert und drahtlos per Bluetooth ausgelöst werden.

iBlazr 2(© 2016 Concepter)

Oft liefert das interne Mikrofon im Smartphone auch nicht gerade den besten Ton. Wenn es um gute Sprachaufnahmen, realistische Geräusche oder zum Beispiel Musikaufnahmen geht, hilft ein Zusatzmikro. Wenn es portabel sein soll, liefern zum Beispiel iRig Mic Cast von iKMultimedia (39,99 Euro) für Android oder iRig Mic Field ( 121 Euro) am iPhone Aufnahmen in Top-Qualität. Beide sind klein und können so immer mitgenommen werden. Im Einsatz zeigt zum Beispiel bei iRig Mic Field eine farbige LED, ob der Ton gut ausgesteuert ist.

iRig Mic Field(© 2016 IK Multimedia)

Für den Studioeinsatz gibt es ein großes Modell iRig Mic Studio, das zum Beispiel bei Aufnahmen von YouTube Videos Klang in Studioqualität liefert. Der Direktanschluss für iPhone oder Android macht das Handling sehr einfach (179,99 Euro).

iRig Mic Studio(© 2016 IK Multimedia)

Speicher ohne Ende

Die Hersteller treiben die Auflösungen von Smartphone-Videos immer mehr in die Höhe. Bei vielen Android-Smartphones ist die Speichererweiterung per Kartenslot kein Problem. Beim iPhone gibt es nur fest verbauten Speicher. Wenn der knapp wird, hilft etwa Leef iAcess (ca. 40 Euro). Die Speichererweiterung mit microSD-Kartenleser wird an den Lightning-Anschluss angesteckt.

Leef iAccess(© 2015 CURVED)

Profi-Kamera Apps nutzen

Einen weiteren Hebel, den man an die Bildqualität beim Smartphone-Filmen ansetzen kann, ist die Software. Filmic Pro ist für iOS und Android  für aktuell rund 10 Euro erhältlich und eine sehr sinnvolle Anschaffung.

Filmic Pro Kamera App
Filmic Pro Kamera App(© 2016 Filmic Pro)

Die Standard-Kamera Apps sind in Smartphones zwar einfach zu bedienen, aber haben neben einem Aufnahmeknopf eher wenige Einstellmöglichkeiten. Mit dieser App bleiben beim Filmen Ton, Akkuladezustand und Speicherplatz im Blick. So können häufige Pannen, wie übersteuerter Ton, leerer Akku und abgebrochene Aufnahmen, weil der Speicherplatz nicht ausreicht, verhindert werden. Zudem lassen sich Fokus und Belichtung beim Filmen einstellen. Auch ISO-Empfindlichkeit und Blende sind manuell justierbar, der Zoom bleibt mit festen Werten besser im Blick. Mit der Glühbirne schaltet man den LED-Blitz ein. Geht der Ton in den roten Bereich, ist er schnell nachjustiert. Die Automatic Gain Control verhindert übersteuerte Pegel. Ganze Einstellungssets lassen sich in Filmic Pro speichern und beim nächsten Dreh wieder aufrufen.


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