Beyoncé-Style: iTunes fordert mehr Exklusiv-Downloads

Beyonce
Beyonce(© 2014 YouTube)

Sinkende Downloadzahlen beunruhigen Apple. Deshalb fordert der iTunes-Chef Labels dazu auf, ein Vorbild an Beyoncé zu nehmen und Alben als Exklusiv-Downloads auf der Musikplattform anzubieten. 

Neue Vertriebsstrategie für die Musikindustrie

Der Erfolg von Beyoncés selbstbenannten Album, dass die Sängerin exklusiv über iTunes veröffentlichte, dürfte Apple inspiriert haben.  Robert Kondrk, Chef der Musik-Unit des Konzerns, appellierte an Musik-Labels, ein Vorbild daran zu nehmen und ebenfalls Werke exklusiv über iTunes zu vertreiben.

Musik-Downloads von Apple sanken 2013 um 5,7 Prozent

Beyoncés Album verkaufte sich in der ersten Woche der Veröffentlichung eine Million Downloads auf iTunes - eine Zahl, die in der Musikindustrie mittlerweile schwer erreichbar ist. Kondrks Aufforderung hat jedoch auch einen anderen Hintergrund. Die Musik-Downloads von Apple sanken 2013 um 5,7 Prozent auf 1,34 Milliarden verkaufte Einheiten.

Der Aufstieg von Streaming-Portalen wie Spotify oder Pandora  macht dem Konzern zu schaffen. Selbst iTunes bietet mit dem Service "iTunes Radio" seit einigen Monaten Streaming an. Und Mitbewerber tauchen beinahe jede Woche auf. Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, positioniert Amazon derzeit seinen Prime-Dienst als Spotify-Alternative. Kopfhörer-Hersteller Beats Electronics wagte sich kürzlich mit "Beats Music" in den Markt.

Coldplay und Kid Cudi ziehen nach

Der iTunes-Manager Kondrk habe auch kein Problem damit, wenn Künstler ihre Werke nicht exklusiv, sondern auch über andere Streaming-Services anbieten. Rapper Kid Cudi veröffentlichte vergangene Woche sein neues Album "Satellite Flight: The Journey to Mother Moon" digital, unter anderem bei iTunes.

Zeitgleich veröffentlichte die britische Band Coldplay ihre neue Single auf dem Musikportal und machte dies ähnlich überraschend und unerwartet wie Beyoncé. Ohne große Vorwarnung kündigte die Band das neue Material über einen Tweet an.


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