Big Mama is watching you: Amazon launcht Eltern-Dashboard für FreeTime

Den Medienkonsum der Kinder im Blick
Den Medienkonsum der Kinder im Blick(© 2017 CURVED)

Bitte, verzeiht uns den reißerischen Titel! Denn das, was Amazon für Amazon FreeTime anbietet, ist eigentlich ganz schön praktisch. So können Eltern künftig nicht nur festlegen, was die Kinder mit dem Tablet anstellen dürfen, sondern sehen direkt, was der Nachwuchs konsumiert. Damit reagiert Amazon nach eigenen Angaben auf einen vielfachen Wunsch von Eltern.

Zum besseren Verständnis und für alle Nicht-Eltern: In Amazon FreeTime lässt sich festlegen, wann und wie lange Kinder in der Woche oder an Wochenende auf das Amazon-Angebot aus Spielen, Filmen, Serien und Bücher zugreifen dürfen und ob sie etwa erst eine halbe Stunde lesen sollen, bevor sie im Internet surfen dürfen. Weltweit nutzen bereits mehr als zehn Millionen Kinder (und deren Eltern) das Angebot von FreeTime.

Ein mobiles Dashboard für Eltern

Eltern haben so auch die Möglichkeit, Inhalte individuell auszuwählen, Lernziele festzulegen und die Nutzungsdauer pro Kategorie einzuschränken. Mit dem FreeTime Browser können Kinder zudem auf tausende altersgerechte Videos auf YouTube und Webseiten zugreifen, die vom FreeTime-Team kuratiert worden sind. Soziale Medien und In-App-Käufe sind hingegen gesperrt. FreeTime ist als kostenlose App oder als Abo-Variante Amazon FreeTime Unlimited erhältlich, das unbegrenzten Zugriff auf beliebte Inhalte des Carlsen Verlags, Ravensburger, Tivola oder Bonnier beinhaltet.

Soweit, so bekannt. Was ist neu?

Seinen Service hat Amazon nun umfangreich erweitert und in ein eigenes Dashboard integriert: eltern.amazon.com. Es handelt sich um eine für die mobile Nutzung optimierte Webseite. Sie bietet unter anderem einen tagesaktuellen Überblick darüber, welche Inhalte Kinder in FreeTime nutzen, um Zeitlimits oder Lernziele besser festlegen zu können. Minutengenau ist erfasst, wie viel Zeit für Apps, Bücher, Videos oder das Surfen im Netz investiert wurde. Mit einem Klick auf die einzelnen Kategorien bekommen Eltern eine Übersicht über die jeweils gelesenen Bücher, angeschaute Serienepisoden oder besuchte Webseiten.

"Gesprächsideen" im neuen Eltern-Dashboard von Amazon(© 2017 CURVED)

Von Amazon kuratiert: "Gesprächsideen" für Filme, Serien, Bücher und Apps

Das klingt erst einmal nach totaler Überwachung. Doch weiß man wirklich immer, was der eigene Nachwuchs mit der Technik anstellt, wenn er unbeobachtet ist? Abgesehen von dieser Möglichkeit zur Supervision ist "Gesprächsideen" ein elementarer Bestandteil des neuen Dashboards. Eltern und Kinder sollen sich so leichter über digitale Inhalte austauschen können. Über die „Gesprächsideen“ sind Eltern in der Lage, sich mit den Inhalten vertraut zu machen, die ihre Kinder konsumieren. Dazu gehören Bücher, Videos, Lern-Apps oder Spiele. Die 500 beliebtesten Inhalte hat Amazon für Deutschland schon mit diesen Informationen ausgestattet. Täglich sollen neue hinzukommen. Sie sind im Dashboard mit einem Sprechblasen-Symbol markiert. Nach einem Klick bekommen Eltern eine Zusammenfassung der Handlung in deutscher Sprache sowie eine Reihe von spezifischen Fragen, die man dem eigenen Kind zur App, zum Buch bzw. zum Film oder zur Serie stellen kann.

Klickt man beispielsweise auf "Die drei ???, Schatz der Piraten", werden Fragen wie „Schaffen es Die drei ???, den Piratenschatz zu finden?“, „Welche Hürden haben sie auf ihrer Suche zu überwinden?” oder „Was würde dich daran reizen, ein echter Pirat zu sein?” vorgeschlagen.Daneben bieten die „Gesprächsideen“ Anregungen für Aktivitäten in der realen Welt: im Falle von "Die drei ???" beispielsweise den Vorschlag „Veranstalten Sie eine eigene Schatzsuche mit Ihrem Kind.”

Das neue Dashboard für Eltern und "Gesprächsideen" sind ab sofort nutzbar.


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