Bilder vom iPad Air 2G: Ungarisches Blog gibt Fake zu

Bislang ist noch nicht bekannt, wie das neue iPad aussehen wird
Bislang ist noch nicht bekannt, wie das neue iPad aussehen wird(© 2014 CC: Flickr/Tddy)

Der ungarische Blog iMagazin veröffentlicht angebliche Fotos des kommenden iPad Air 2G – mit Blick auf die Touch-ID und Detailaufnahmen vom Gehäuse. Die „exklusiven“ Einblicke werden mit der Behauptung angereichert, man habe das Gerät sogar schon in den Händen gehalten. Dabei ist alles bloß eine handfeste Lüge.

Das vermeintliche iPad Air 2G – es soll mit Touch-ID kommen, eine modifizierte Bauform vorweisen und dünner als ein iPhone 5s sein. Tatsächlich aber bewegen sich hier allein die Schreiber des ungarischen Blogs iMagazin auf dünnem Eis. Mit einem zweifelhaften Flachwitz. Der Blog hat sich die Mühe gemacht, einige glaubwürdige Renderbilder des Wunschgeräts anzufertigen, um so Aufmerksamkeit zu generieren. Das machen schließlich viele. Zum Ärger von interessierten Apple-Fans weltweit, die stets mühsam zwischen echten Informationen und Fake-Meldungen unterscheiden müssen. Mehr noch: Die Seite geht auf Details am Gehäuse ein, wie etwa modifizierte Lautsprecher-Öffnungen, und behauptet sogar, die Mechanik des Geräts ausprobiert zu haben, wie Macnotes schreibt. Zwar habe man die Touch ID nicht testen können, wohl aber das iPad Air 2G für einen Bildvergleich dem iPhone 5s gegenübergestellt – als Beweis für eine zukünftig dünnere Version von iPads.

Die Auflösung? Aufgelöste Apple-Fans

Tatsächlich liest sich der Artikel ziemlich glaubhaft. So überzeugend, dass sogar AppleInsider von der Echtheit überzeugt war – später allerdings den eigenen Bericht wieder löschen musste (hier aus dem Google-Cache). Denn erst am Ende des Artikels klärt iMagazin nach einer Faktensammlung zur zweiten Generation des iPad Air auf: Natürlich sei alles nur Fake. Man wollte aufzeigen, wie leicht sich Leser hinters Licht führen lassen und wie Informationen verbreitet werden, ohne sie zu hinterfragen. Ein gut gemeinter Schachzug, der dem Blog wohl ungewöhnlich hohe Besucherzahlen beschert haben dürfte. Bei enttäuschten, klickwilligen Lesern könnte das Ergebnis dieser fragwürdigen Doppelmoral allerdings böse anecken.


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