BlackBerry-CEO zickt wegen Googles Knox-Implementierung

John Chen hält BlackBerry selbstverständlich für die einzig sichere Business-Lösung im Smartphone-Bereich
John Chen hält BlackBerry selbstverständlich für die einzig sichere Business-Lösung im Smartphone-Bereich(© 2014 CC: Flickr/jdlasica)

John Chen ist CEO des strauchelnden Herstellers BlackBerry und offenbar überhaupt nicht glücklich über Googles Ansatz zur Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen in seinem Android-Betriebssystem. In einem Beitrag für den offiziellen BlackBerry-Blog, auf den Android Police aufmerksam wurde, kritisierte der Boss wild drauf los – und wirkte dabei irgendwie zickig.

Ausgangspunkt für den etwas hitzigen Beitrag war Googles I/O-Entwicklerkonferenz in San Francisco. Hier hatte der Suchmaschinenriese nämlich angekündigt, einen Teil von Samsungs Knox-Sicherheits-Plattform direkt in Android zu implementieren. Knox bietet einem Nutzer, der sein Android-Smartphone im Unternehmen und privat nutzt, die jeweiligen Daten innerhalb des Gerätes strikt voneinander zu trennen und sicher zu verwahren.

Don't be dazzled by those who can talk the security talk. Instead, look to the company that has proven repeatedly it can walk the walk. - John Chen

Zuerst zeigte sich Chen erfreut darüber, dass Android nun endlich etwas sicherer werde, doch handelte es sich bei dieser Einleitung offenbar nur um die Bereitung des Kampfplatzes. Anschließend begann der CEO dann Android und KNOX zu attackieren und die einzig wahre Lösung für Sicherheit im Smartphone-Bereich zu preisen: BlackBerry.

Natürlich hätte John Chen nicht den richtigen Job, wenn er als BlackBerry-CEO nicht voll hinter seinem Unternehmen stehen würde. Die Art, mit der der CEO aber über die geringe Verbreitung von Knox herzieht, wirkt schon etwas verzweifelt – zumal die immense Verbreitung von Android-Geräten dazu führen dürfte, dass Knox als fester Bestandteil des Betriebssystems in Zukunft stark wächst.


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