BlackBerry gibt auf: Keine Smartphones mehr, nur noch Software

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Die Zukunft von BlackBerry: Keine Tastatur und Android.
Die Zukunft von BlackBerry: Keine Tastatur und Android.(© 2016 Blackberry)

Der CEO von BlackBerry hatte es angedroht und macht jetzt Ernst: Das Unternehmen wird keine Smartphones mehr herstellen und sich stattdessen auf seine Software konzentrieren. Ganz verschwinden werden die Smartphones mit dem Brombeer-Logo aber nicht.

Die Zahlen sind eindeutig: Die Smartphone-Sparte von Blackberry hat im zweiten Quartal 2016 acht Millionen US-Dollar Verlust gemacht. Da blieb CEO John Chen nichts anderes übrig als seine Drohung von vor einem Jahr umzusetzen. Das Unternehmen beendet die unprofitable Produktion von Smartphones. Stattdessen konzentriert sich die Firma auf sein erfolgreiche Software. Das eigene Betriebssystem BB10 OS mag zwar eingestellt sein, aber im Jahresvergleich hat die Software-Sparte ihren Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt.

Blackberry Messenger und QNX

Das neue Kerngeschäft des ehemaligen Handy-Giganten ist seine Software. Neben dem BlackBerry-Messenger, der inzwischen auf für Android und iOS verfügbar ist, sind das zum Beispiel der komplette BlackBerry Hub, E-Mail-Lösungen für Unternehmen sowie die QNX-Plattform, die in Zukunft auch in selbstfahrenden Autos stecken soll.

Smartphone-Produktion ausgelagert

Selbst wenn BlackBerry die eigene Entwicklung von Smartphones einstellt, wird es auch in Zukunft noch Geräte mit diesem Namen geben. Eine Firma aus Indonesien hat sich die Rechte gesichert, BlackBerry-Smartphones bauen und verkaufen zu dürfen. Vorerst wohl nur in Asien und nicht in Europa. Mit den alten Tastatur-BlackBerrys, die immer noch viele treue Fans haben, haben die Geräte dann sicherlich nichts mehr zu tun. Einen Vorgeschmack auf die BlackBerry-Zukunft gibt das im Juli vorgestellte DTEK50, das Alcatel herstellt und bei dem es sich im Grunde um ein Alcatel Idol 4 mit BlackBerry-Logo und einer Sicherheits-App handelt.


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