Blackberry: Health-Phone für Krankenhäuser geplant?

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NantHealth, Dr. Patrick Soon-Shiong
NantHealth, Dr. Patrick Soon-Shiong(© 2014 NantHealth)

BlackBerry hat im Rennen um die Spitze des Smartphone-Marktes mit eigenem OS und reinem Premium-Segment offenbar auf das falsche Pferd gesetzt. Jetzt wollen die Kanadier laut Huffington Post in Partnerschaft mit NantHealth und NantMobile Smartphones für den Einsatz in Krankenhäusern und als Augmented Reality gestützte Informationsquelle für den Alltag bauen.

Blackberry plant laut Patrick Soon-Shiong, Gründer von NantHealth und NantMobile, noch vor Jahresende zwei Geräte mit Software-Produkten seiner beiden Firmen herauszubringen – einem Betriebssystem und einer Augmented-Reality-Suchfunktion.

Völlig neue Produktausrichtung

Mit dem von NantHealth entwickelten Clinic OS, kurz cOS, will Blackberry mit einer kommenden Generation von Smartphones in Krankenhäusern Einzug finden. cOS ist in der Lage, nicht nur schnell auf medizinische Patientendaten zuzugreifen, sondern auch mit verschiedenen medizinischen Geräten direkt zu kommunizieren. Diese Fähigkeit des direkten Datenaustausches ist bei einer Menge verschiedener Standards bisher einzigartig.

Der von NantMobile entwickelte iD Broswer ist dann aber auch außerhalb von Krankenhäusern eine vielversprechende Anwendung, mit der Blackberry den Markt zurückerobern will. Der Browser ermöglicht eine Suche über die Smartphone-Kamera: Haltet Ihr sie beispielsweise auf ein Filmplakat, so spielt euer Smartphone automatisch Trailer ab und sucht Kritiken zum entsprechenden Film.

Könnte dies BlackBerrys Rettung sein?

Funktionieren die angekündigten Neuerungen von Blackberry so, wie sie von Soon-Shiong vorgestellt werden, könnte dies für den angeschlagenen Konzern tatsächlich eine Rettung sein: Der Nischenmarkt Krankenhaus wäre weltweit ein nicht zu unterschätzendes Segment mit großem Bedarf an Arbeitsgeräten und die Augmented-Reality-Funktion des iD Browsers könnte Technik-Fans freuen.


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