Das nächste Merkel-Phone kommt von BlackBerry

Die Merkel-Phones von BlackBerry sollen auch weiterhin sicher bleiben
Die Merkel-Phones von BlackBerry sollen auch weiterhin sicher bleiben(© 2014 Bundesregierung/Steins)

Bleiben die Merkel-Phones der Bundesregierung weiterhin sicher? Das Wirtschaftsministerium hat anscheinend zugestimmt, dass die kanadische Firma BlackBerry das Unternehmen Secusmart aus Düsseldorf übernehmen darf. Dieses ist für die Verschlüsselungssoftware der sogenannten Merkel-Phones verantwortlich, die von BlackBerry hergestellt werden.

Um die Sicherheit der Merkel-Phones auch weiterhin zu gewährleisten, hat die Bundesregierung nun einen Anti-Spionagevertrag mit BlackBerry abgeschlossen, berichtet Heise Online. Dies ist eine der Auflagen, unter denen das Wirtschaftsministerium der Übernahme von Secusmart zugestimmt hat. Demnach habe das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) die Möglichkeit, den Quellcode des BlackBerry-Betriebssystems jederzeit zu kontrollieren.

Warnung vor Schwachstellen

In dem Vertrag, der zwischen der Bundesregierung und BlackBerry geschlossen wurde, soll auch stehen, dass BlackBerry Schwachstellen unverzüglich meldet, wenn diese bekannt werden. Außerdem muss sich BlackBerry offenbar verpflichten, keine Informationen an ausländische Nachrichtendienste zu übermitteln.

Wie viele Smartphones des kanadischen Herstellers die Bundesregierung tatsächlich verwendet, ist nicht bekannt. Im Sommer hieß es, dass die Regierung die Zahl der Geräte von damals 3000 auf bis zu 20.000 aufstocken wolle. Aktuelle Zahlen legen nahe, dass derzeit etwa 2000 BlackBerry-Smartphones verwendet werden; alternativ gebe es auch Geräte der Telekom mit ähnlichen Verschlüsselungstechniken.


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