BlackBerry-Panne: Millionen Nutzer ohne E-Mails

Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit geworden, unterwegs mal eben die E-Mails zu checken, nicht nur mobil telefonieren zu können, sondern quasi ständig online zu sein. Ob das nun ein Segen oder eher ein Fluch ist, muss jeder für sich entscheiden. Doch manchmal wird einem die Entscheidung abgenommen. Wie im Falle von Millionen BlackBerry-Usern in Europa, Asien und Afrika,  10. Oktober 2011, keinen Zugriff auf ihre E-Mails und sonstige Dienste hatte, die von einer Internet-Verbindung abhängig sind.

Grund dafür: Die britischen Server von Research in Motion (RIM) in einem Rechenzentrum in der Nähe von London waren ausgefallen. Zunächst versuchte man bei RIM, das Problem möglichst klein zu halten und machte keinerlei Aussagen dazu. Erst nach einer Weile gab die britische RIM-Niederlassung via Twitter bekannt, dass es bei „einigen Nutzern in der Region EMEA“ Probeleme gebe.

Doch mit der Aussage „einige Nutzer“ hat man bei RIM wohl sehr tief gestapelt. Vodafone UK gab an, dass bis zu 80 Prozent der britischen Nutzer von dem Ausfall betroffen sind. Keine Schwierigkeiten hatten die meisten Anwender in größeren Unternehmen, denn die betreiben in den meisten Fällen einen eigenen BlackBerry Enterprise Server (BES), der von den RIM-Servern in London unabhängig ist. Ein Grund für den gestrigen Server-Ausfall ist bislang nicht bekannt.

Diese Panne scheint bezeichnend für RIM zu sein und ist auch nicht die erste dieser Art. Schon in den Jahren 2007 bis 2009 hatte es verschiedene Vorfälle gegeben, bei denen Nutzer ohne E-Mails oder sonstige Internet-Dienste waren. Der einstige Pionier in Sachen Smartphones, der lange Zeit unangefochten die Nummer 1 war, hat schon seit einiger Zeit mit Problemen und vor allem mit der wachsenden Konkurrenz durch Android und iOS zu kämpfen.