BlackBerry Playbook erntet Kritik

Große Hoffnungen hatte der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) in das BlackBerry Playbook gesetzt. Das erste BlackBerry-Tablet ist ab 19. April 2011 in den USA erhältlich. Doch in ersten Tests konnte es kaum überzeugen.

Hauptkritikpunkt war, dass das BlackBerry Playbook noch unfertig sei und zu viele Funktionen fehlen. David Pogue von der New York Times kritisierte die fehlende E-Mail-Integration, den fehlenden Kalender, fehlendes GPS und fehlende Mobilfunk-Verbindung. Zwar ist die Synchronisation mit einem BlackBerry Smartphone, dessen Inhalte auf dem 7 Zoll großen Display des Playbooks angezeigt werden, ist Pluspunkt, ohne ein Smartphone ist das Playbook aber kaum zu gebrauchen, weil einfach zu viel fehlt. RIM hat inzwischen angekündigt, ein E-Mail-Programm schon bald nachzuliefern.

Weiter war kritisiert worden, dass RIM während der Testphase immer wieder Updates aufgespielt hatte, sodass es schwierig war, sich überhaupt eine Meinung über das BlackBerry Playbook zu bilden. Außerdem ist es doch etwas bedenklich, dass so kurz vor dem Verkaufsstart die finale Version noch nicht fertig zu sein scheint.

Auch die Zahl der Apps hatten die Kritiker ins Visier genommen.Verglichen mit iOS und Android gibt es für BlackBerry nur wenige Anwendungen. RIM hatte zwar kürzlich angekündigt, dass auf dem Playbook auch Android-Apps laufen würden, umgesetzt wurde dies jedoch noch nicht.

Doch neben all der Kritik gab es durchaus auch Positives über das BlackBerry Playbook zu lesen. So wurde vor allem das Bedienkonzept gelobt und auch die Geschwindigkeit sorgte für Freude bei den Testern. Walt Mossberg vom Wall Street Journal war von der Benutzeroberfläche sehr angetan und lobte auch, dass das Playbook Flash-Inhalte wesentlich flüssiger darstellt als jedes andere Tablet.

Alles in allem bekommt man den Eindruck, dass das BlackBerry Playbook zwar ein tolles Gerät ist, aber man ist eben immer abhängig von einem BlackBerry Smartphone – die Synchronisation funktioniert nämlich nur damit. Wer also kein Smartphone von RIM besitzt, für den ist auch das Playbook völlig nutzlos – eigentlich schade, denn wenn tatsächlich die fehlenden Funktionen nachgeliefert werden, dann wäre das BlackBerry Playbook eine echte Alternative zu iPad und Android-Tablets. So ist es nur für BlackBerry-User geeignet und damit nimmt RIM dem Playbook von vornherein jeglichen Wind aus den Segeln.