Buch: Apple-CEO Cook ein detailorientierter Workaholic

Apple-CEO Tim Cook kann in Meetings unbequem werden.
Apple-CEO Tim Cook kann in Meetings unbequem werden.(© 2014 Flickr/deerkoski)

Ein neuer Buchtitel beschreibt den Konzern nach der Steve Jobs-Ära. Dabei steht sein Nachfolger Tim Cook im Mittelpunkt. Der neue CEO soll organisierter sein, in Meetings jedoch furchteinflössend und wenig sozial. 

Ein unbeschriebenes Blatt

"War Steve Jobs ein Star, so war Tim Cook der Bühnenmanager." Mit diesen Worten porträtiert  die ehemalige Wall Street Journal-Journalistin Yukari Iwatani Kane den neuen Apple-CEO. In ihrem neuem Buch "Haunted Empire, Apple After Steve Jobs" analysiert die Autorin, wie sich der Konzern seit Cooks Amtsantritt im Sommer 2011 entwickelt hat. Dem neuen Werk zufolge ist der neue Apple-Chef nicht einfacher im Umgang als sein Vorgänger und Unternehmerikone Steve Jobs.

"War Steve Jobs ein Star, so war Tim Cook der Bühnenmanager"

Für viele Mitarbeiter war der Nachfolger ein Rätsel, andere bezeichneten ihn als "unbeschriebenes Blatt". Der ehemalige COO mischte sich wenig unters Volk und sprach kaum über Privates. Cook sei jedenfalls organisierter als Apple-Gründer Jobs und Erzählungen zufolge ebenfalls ein "detailorientierter Workaholic".

Fragen und Schweigeminuten in Meetings

Manche beschreiben den neuen Kopf des Konzerns auch als "Maschine" und "fesselnd". Meetings mit Cook können nervenaufreibend sein, heißt es in dem neuen Apple-Buch. Er hält sich mit Worten zurück, kann aber lästig werden. Cook schreckt nicht davor zurück, eine Frage zehn mal zu wiederholen, bis er eine befriedigende Antwort hört: "Warum ist das so? Was meinst du damit? Ich verstehe das nicht, warum erklärst du das nicht genauer?" Fehlen dem Apple-Chef bei einem Termin die Worte, so starrt er sein Gegenüber schweigend an.

Doch Cook hat auch menschliche Seiten. So stellt er sich in der Cafeteria bei Mitarbeitern vor, die er noch nicht kennt. Außerdem hat der CEO eine soziale Ader und leistet Freiwilligenarbeit und beteiligt sich an Charities. Und der Mann hat Disziplin: Cook steht täglich zwischen vier und fünf Uhr morgens auf, geht ins Fitnessstudio und anschließend ins Büro. Untertags ernährt er sich von Proteinriegeln, Huhn und Reis.

Im Schatten des Gründers

Als Cook offiziell das Amt von dem erkrankten Steve Jobs übernahm, wandte er sich per eMail an die Belegschaft: "Ihr sollt wissen, dass Apple sich nicht ändern wird." Mitarbeiter nahmen jedoch sehr wohl Veränderungen wahr - und Cook steht auch zweieinhalb Jahr später noch im Schatten des Apple-Gründers. Das Buch  "Haunted Empire, Apple After Steve Jobs" erscheint am 18. März.


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