Bundesregierung: 20.000 neue Smartphones von BlackBerry

Krypto-Smartphones von Blackberry sollen die Bundesregierung vor Spionage schützen
Krypto-Smartphones von Blackberry sollen die Bundesregierung vor Spionage schützen(© 2014 CC: Flickr/Official BlackBerry Images)

BlackBerry-Smartphones im Wert von 40 Millionen Euro für die Bundesregierung? Offenbar hat der NSA-Skandal weitreichende Folgen – die Bundesregierung denkt derzeit darüber nach, sich gegen zukünftige Abhöraktionen durch Krypto-Smartphones abzusichern.

3000 Geräte dieser Art vom kanadischen Hersteller BlackBerry seien schon gekauft worden, berichtet Appdated; insgesamt sollen es demnach an die 20.000 Smartphones werden. Die Krypto-Smartphones nutzen dem Bericht zufolge eine Verschlüsselungstechnik, die das Abhören zumindest erschwert; denn ein Smartphone vollständig abhörsicher zu machen, ist nach dem derzeitigen Stand der Technik beinahe unmöglich.

2000 Euro pro Gerät

Die erhoffte Sicherheit hat ihren Preis: So soll ein BlackBerry-Smartphone inklusive der Verschlüsselungstechnik mit knapp 2000 Euro zu Buche schlagen. Damit würden die Gesamtkosten für das Projekt bei ungefähr 40 Millionen Euro liegen.

Die Bundesregierung selbst hat die angepeilte Zahl von 20.000 Geräten bisher nicht bestätigt; dass die zurzeit verwendeten 3000 Smartphones aufgestockt werden sollen, wurde aber bereits durch einen Sprecher des Innenministeriums bekannt gegeben. Welche Geräte aus dem Angebot von BlackBerry die Regierung in so hoher Stückzahl erwerben will, ist ebenfalls nicht bekannt.

Passend dazu gab BlackBerry ebenfalls heute bekannt, den deutschen Krypto-Spezialisten SecuSmart übernehmen zu wollen. Das Unternehmen hat sich auf einen Chip entwickelt, der auf eine microSD-Karte passt und die Gespräche zwischen zwei Smartphones Ende-zu-Ende verschlüsselt.


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