bundeswehr.de: Dokumente öffentlich

Die Seite bundewehr.de zeige Mängel in der technischen Sicherheit, das berichtet gulli.com unter Berufung auf eine österreichische Untergruppe von Anonymous (AnonyPwnies). Durch Google soll man sensible Dokumente gefunden haben. Es ist nicht das erste Mal, dass AnonyPwnies durch das Aufdecken von Sicherheitslücken in die Schlagzeilen gerät.

Eine bestimmte Auswahl an PDFs wird über einen Filehoster im Internet verbreitet. Zu finden seien dort mehrere Telefonnummern, ein Lageplan der Sportschule des Logistikzentrums der Bundeswehr, sowie das PDF "Leitfaden zum Datenzugriff - insbesondere für den Bereich der Telekommunikation" von der Generalstaatsanwaltschaft München, gulli weiter.

Im "Leitfaden" gibt es eine hoch interessante Liste zum Thema der Speicherfristen einzelner Mobilfunk-Provider. Auf ihr ist zu sehen, dass eingige Konzerne bestimmte Daten bis zu sechs Monate lang speichern, andere drei Monate. In der Auflistung sollen noch andere Anbieter enthalten sein, die mehrere Wochen speichern.
Schon im September führten Medienberichte zu Diskussionen, weil die deutsche Gesetzeslage eine solche Speicherungsart momentan nicht vorsieht. Natürlich muss man beachten, dass das Dokument aus dem Juni 2011 sein soll. Im Normalfall sollten sich die Provider spätestens jetzt an die Rechtslage halten.
Das nun veröffentliche Dokument der Generalstaatsanwaltschaft könnte auch schon der Berliner Zeitung vorgelegen haben. Sie schreib damals in einem Bericht über "eine Aufstellung der Generalstaatsanwaltschaft München".

Auch Festnetz-Anbieter sollen die Speicherfristen überschreiten. zudem wird die Speicherung von IP-Adressen bei Online-Unternehmen und Internet-Providern aufgeführt.

In Deutschland könnte dieser Fall erneut eine Debatte auslösen.Vielleicht wird auch die Akte "Vorratsdatenspeicherung" wieder geöffnet. Man darf gespannt sein, was sich tun wird.