Bye, giftige Akkus! Forschern gelingt Durchbruch bei Salzwasser-Batterien

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Salzwasser
Salzwasser(© 2018 Unsplash/Sime Basioli)

Salzwasser könnte bald nicht nur die Weltmeere füllen, sondern auch Akkus in Smartphones und Elektroautos. Schweizer Forschern ist es gelungenen, giftige Chemikalien in Akkus durch Salzwasser zu ersetzen. Die werden dadurch günstiger und sicherer. Doch ein Problem müssen die Wissenschaftler noch beheben.

Die heutzutage weitverbreiteten Lithium-Ionen-Akkus bestehen aus zwei Metallen und einer Flüssigkeit, dem sogenannten Elektrolyt. Durch die Flüssigkeit reagieren die Metalle und tauschen Elektronen aus. Dadurch speichern die Akkus, verkürzt gesagt, elektrische Energie. Allerdings ist das Elektrolyt ein Chemiecocktail, der giftig, brennbar und ätzend ist. Doch Salzwasser bietet sich offenbar als Ersatz an.

Salzwasser statt Chemiecocktail

Das Problem: Wasser ist nur bis zu einer Spannungsdifferenz von 1,23 Volt chemisch stabil und liefert damit etwa dreimal weniger Spannung als ein typischer Lihtium-Ionen-Akku. Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, kurz Empa, haben es nun geschafft, eine extrem salzhaltige Lösung herzustellen. Diese enthält kein "überschüssiges" Wasser und erreicht eine Spannung von 2,6 Volt. Das sind zwar noch nicht die 3,7 Volt von Lithium-Ionen-Akkus, aber mehr als das Doppelte von "normalem" Wasser.

Im Labor habe das System zwar bereits eine Reihe von Lade- und Entladezyklen überstanden, müsste aber noch weiter getestet werden. Gelinge das Experiment, rücke die sichere und preiswerte Wasser-Batterie in greifbare Nähe, heißt es von den Forschern.

Bis ihr also wirklich einen Salzwasser-Akku in eurem Smartphone vorfindet, werden sicherlich noch einige Jahre vergehen. Explodierende Akkus würden dann aber der Vergangenheit angehören, die Umwelt sich ebenfalls freuen – und durch weniger Sicherheitsaufwand bei der Produktion auch die Kosten für die Batterien sinken.


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