CeBIT 2014: iBeacon ausprobiert

Informationen auf der Cebit über iBeacon-Sender
Informationen auf der Cebit über iBeacon-Sender(© 2014 CURVED)

Apples Retail Stores in den USA haben es und die CeBIT hat es auch: iBeacons. In den Karriere-Bereichen der Messe „job and career“ (Halle 9) und Tec2You (Pavillon 11) erhält man über iBeacon-Sender Informationen über Ausbildungsplätze, Praktika und Jobangebote direkt auf das Smartphone. Wir haben’s ausprobiert.

Was braucht man?

Zunächst muss man die kostenlose offizielle CEBIT-App für iOS oder Android auf das Smartphone laden. In Sachen Betriebssystem werden mindestens iOS 7 oder Android 4.3 vorausgesetzt. Zudem muss das Smartphone Bluetooth 4.0 unterstützen, unterhalb eines iPhone 4s läuft für Apple-Anwender beispielsweise also nichts. Bluetooth muss natürlich eingeschaltet sein.

In der Praxis

Die Messe AG hat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Start-up-Unternehmen Sensorberg GmbH in den oben genannten Hallen Beacon-Sender aufgestellt, die durch Banner gekennzeichnet sind. Sobald wir uns den Bannern näherten, machte sich die CeBIT-App wie erwartet durch Nachrichten bemerkbar, dafür muss man natürlich bewusst auf das Smartphone schauen.

Die Hinweise sind ziemlich allgemein gehalten und bieten an, nach Zustimmung Übersichten freier Praktika- und Ausbildungsplätze, weitestgehend aus dem Tech-Bereich, zu öffnen. Diese werden in der CeBIT-App dargestellt und können dann in Safari weiterverfolgt werden. Zumindest im Tec2You-Bereich schien das Ganze dann auch wenig CeBIT-spezifisch zu sein, stattdessen handelt es sich um Angebote, die auch online über Job-Portale verfügbar sind. Hier geht es mehr um einen Test und die Demonstration des Möglichen.

Im größeren Bereich „job and career“ in Halle 11 bot sich uns ein ähnliches Bild, auch wenn aufgrund der zahlreichen Aussteller in diesem Bereich theoretisch mehr möglich gewesen wäre. Schließlich begaben wir uns aufgrund der Informationen des örtlichen CeBIT-Personals noch in Halle 2, da hier angeblich eine konkretere Stand-spezifische iBeacon-Navigation möglich seine sollte. Dort angekommen, gab es jedoch keine konkreten Hinweise darauf, so dass wir hier komplett leer ausgingen.

Interessant in Sachen iBeacon wurde es noch einmal am Stand von Tobit.Software (Halle 6 H 18), die mit ihrer Software „Chayns“ nach eigenen Angaben als erstes Standardprodukt die iBeacon-Technologie unterstützen. Mit der kostenlosen Tobit-App Chayns lässt sich auf Wunsch aus einer Facebook-Seite mehr oder weniger automatisiert eine eigenständige Smartphone-App erstellen. Man muss sich lediglich mit seinem Facebook-Account in der Chayns-App anmelden und benötigt ein App-Icon sowie einen App-Namen. Tobit übernimmt dann das Einreichen der App, zum Beispiel bei Apple, und alles, was auf dem Facebook-Account gepostet wird, erscheint auch in der App in sehr vereinfacht dargestellter Grundstruktur.

Was zunächst nach einer Möglichkeit klingt, die eigene Profilneurose zu pflegen und bei dem Wort „Facebook“ vermutlich schon zu Schweißausbrüchen bei Datenschutz-Anhängern führt, ist für Unternehmen vom Bäcker bis zur Bankfiliale oder selbstständige Anbieter von Diensten tatsächlich interessant. Diese können gerade mit ihrer eigenen App auch Kunden erreichen, die mit Facebook nichts zu tun haben wollen. Das Gründgerüst der App lässt sich zudem um viele – teilweise kostenpflichtige – Module wie ein Bezahlsystem und Ähnliches erweitern.

Wie uns am Messestand mitgeteilt und vorgeführt wurde, unterstützen die Tobit-Apps nun – wie bereits angedeutet – auch iBeacons. Die Sender können dabei sowohl vom Anbieter Tobit als auch vom Kunden selbst programmiert und bei Tobit erworben werden. So könnte zukünftig ein iBeacon-Sender in einer Diskothek zum Beispiel via Tobit-App über Getränkeangebote informieren – vorstellbar sind viele Einsatzbereiche.  Am Tobit-Stand direkt wurden iBeacon-Sender dazu verwendet, ortsspezifische Nachrichten in einer Tobit-App einzublenden, die unter anderem darauf hinweisen, dass man – gegen eine Zahlung von 7 Cent – die tanzenden Roboter am Stand, die Ihr bereits bei uns auf Instagram gesehen habt, steuern oder via App Getränke bestellen und bezahlen kann.

Fazit

Alles, was man auf der CeBIT in Sachen iBeacon findet, ist als Test zu verstehen, das betont auch jeder Befragte. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn selbst in den US-amerikanischen Apples Store wird die iBeacon-Technologie bislang noch recht zögerlich verwendet. Dennoch schön zu sehen, dass sich CeBIT und Aussteller bereits der Technologie angenommen haben.
 


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