CES: Erste 3D-Fernseher ohne Brille

Toshiba präsentiert auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas 3D-Displays, welche ohne den Einsatz einer speziellen 3D-Brille auskommen.

Verwendung findet dabei die Integral-Imaging-Technologie. Es werden stereoskopische Ansichten verschiedener Abbilder von der gleichen Szene gezeigt. Diese Abbilder werden vom Fernseher parallel in den Raum gesendet. Der Zuschauer erhält nun, allerdings nur innerhalb eines vorgegebenen Sehabstandes, ein tiefenplastisches Bild.

Schon seit Weihnachten 2010 finden sich die 3D-Fernseher bereits in den Regalen der Händler - vorausgesetzt man wohnt in Japan. Dort werden Modelle mit 12 oder 20 Zoll Bildschirmdiagonale angeboten. Allerdings sind die kleinen 3D-Displays mit umgerechnet 1200,- beziehungsweise 2400,- EUR nicht wirklich günstig.

Brillenloses 3D-TV in Deutschland?

Toshiba hält es für sinnlos, die 3D-Displays mit so einer winzigen Bildschirmdiagonale nach Deutschland zu bringen. Hierzulande seien mindestens 40 Zoll von Nöten, um den Kunden überzeugen zu können.

Innerhalb des Geschäftsjahres 2011 könne man mit der Einführung der Brillenlosen 3D-Fernseher in Deutschland rechnen. Allerdings mit der Aussage des Unternehmens, in den ersten Quartalen des Jahres sei nicht mit einer Auslieferung zu rechnen.

Das macht die Displays so teuer

Um per Integral-Imaging-Technologie Bilder in 3D-Auszustrahlen, benötigt man sehr hochauflösende Displays. Denn je höher die Auflösung ist, umso mehr 3D-Ebenen können erzeugt werden. Die Anzahl der 3D-Ebenen ist wiederum entscheidend für die Stärke des 3D-Effekts.

Bei sehr kleinen Displays (12 oder 20 Zoll) kann man zum Beispiel mit der Auflösung 4096 x 2100 Pixel weitaus mehr 3D-Ebenen ausliefern, als auf einem großen 40 Zoll Fernseher. Dementsprechend braucht man für einen 40 Zöller einen noch höher auflösenden Display, um ein realistisches 3D-Bild an mehreren Stellen im Raum zu erzeugen.

Leider sind so hoch auflösende Displays jenseits der Full-HD-Marke bei weitem noch keine Massenware und damit sehr teuer. Deshalb wird sich die Integral-Imaging-Technologie wohl erst in den Haushalten finden, wenn sich dieser Zustand ändert.