CES: Windows 8 soll flexibler werden

Im vornehmen Hilton Center in Las Vegas hat Microsoft-Chef Steve Ballmer in seiner CES-Auftaktrede neue Informationen zu Windows 8 bekannt gegeben. Mit Windows 8 verabschiedet sich demnach Microsoft von der ausschließlichen Kompatibilität zu x86-Plattformen. Dazu präsentierte Ballmer dem Publikum eine frühe Version des neuen Systems.

Maximale Hardwarekompatibilität

Zur Demonstration hatte Ballmer fünf unterschiedliche System-on-a-Chip-Prototypen zur Hand:  Texas Instruments, Qualcomm, Nvidia, AMD und Intel - auf allen lief das neue Windows flüssig und sauber. Eine neue Benutzeroberfläche kam dabei allerdings nicht zum Einsatz - zu sehen war das bekannte Interface von Windows 7. "Egal welche Hardware, Windows ist schon da" kündigte Ballmer Microsofts neue Strategie an.

Schwerpunkte im mobilen Bereich

Microsoft gab sich große Mühe, die Tablet-Tauglichkeit seines Systems zu betonen. Auch der Rest der Präsentation drehte sich zu einem großen Teil um mobile Geräte: Ballmer nahm sich viel Zeit, neue Funktionen von Windows Phone 7 zu erläutern.

Aber auch das Thema Spielkonsolen scheint für Microsoft inzwischen zum Kerngeschäft zu gehören. Insbesondere auf die Bewegungssteuerung Kinect ging Ballmer detailliert ein. Die habe sich bisher über acht Millionen Mal verkauft, erklärte er nicht ohne Stolz (erwartet wurden fünf Millionen). Das hat scheinbar auch edi Verkaufszahlen der Xbox 360 positiv beeinflusst. Insgesamt 50 Millionen Mal ging die weltweit schon über die Ladentheke.

Kinetic als Erfolgsrezept

Um den Boom weiter zu befeuern, bastelt Microsoft ständig an neuen Anwendungsmöglichkeit. Auf der CES ging Ballmer dabei vor allem auf die geplante Chatfunktion ein: Kinect soll Mimik und Gestik beim Sprechen in den virtuellen Raum übertragen.

Microsoft setzt große Hoffnungen in den neusten Windows-Sprößling mit der nummer acht. Mit der Loslösung von der x86-Architektur geht der Softwarehersteller einen wichtigen Schritt nach vorne. Schließlich will man auch am aktuellen Tablet-Hype beteiligt sein. Windows 7 wird ab sofort auch auf Tablets laufen - allerdings nicht als spezielle Tabletversion. Da wird Microsoft bei Windows 8 nachlegen müssen.

Ob die Welt das geplante Kinect-Chatprogramm braucht, bleibt fraglich. Statt wild im virtuellen Raum herumzufuchteln bietet sich da doch eher ein Videochat an. Denkbar wäre jedoch die Integration in Spielkonzepte - eine direkte Kommunikation der Spieler wäre damit wohl einfacher und authentischer.