Touristen aufgepasst: China bringt Spyware auf euer Android-Smartphone

Spyware für euer Android-Smartphone: In der Xinjiang-Region Chinas erhaltet ihr eine unerwünschte App
Spyware für euer Android-Smartphone: In der Xinjiang-Region Chinas erhaltet ihr eine unerwünschte App(© 2019 Stocksy/Mattia Pelizzari)

Ein Souvenir der etwas anderen Art: Touristen müssen in einer Region Chinas offenbar Malware auf ihrem Android-Smartphone installieren. Die Anwendung soll dann zahlreiche private Inhalte durchsuchen, die auf dem Handy gespeichert sind. Anscheinend sucht die Schadsoftware nach ganz bestimmten Informationen.

Wenn ihr in die Xinjiang-Region im Nordwesten Chinas reisen wollt, installieren Grenzbeamte die Spyware auf eurem Smartphone, berichtet Vice. Diese soll Log-Dateien des Handys und Kalendereinträge, aber auch eure SMS sammeln sowie versenden. Empfänger eurer persönlichen Daten sind wohl die chinesischen Behörden.

Metal-Band im Fokus des Schädlings

Allerdings soll die Malware zahlreiche weitere Dateien auf eurem Android-Smartphone durchsuchen. Ziel der Aktion seien Inhalte, die in Verbindung zum Islam stehen – darunter auch "harmlose" Informationen wie Lehrbücher zum Thema. Auch die Musik einer speziellen Metal-Band aus Japan soll im Fokus der Suche stehen. Allerdings geht der Name der Band nicht aus der Quelle hervor.

Zudem wissen wir nicht, welche Konsequenzen Touristen drohen, wenn die Spyware etwas findet, was den Behörden nicht gefällt. Auch ist unklar was passiert, solltet ihr euch der Malware-Installation verweigern. Höchstwahrscheinlich dürft ihr die Region in dem Fall nicht betreten. Außerdem ist unbekannt, ob sich die Software auch wieder problem- und restlos von eurem Android-Smartphone entfernen lässt.

Umfassende Überwachung

In der Xinjiang-Region lebt dem Bericht nach eine muslimische Minderheit, die Uiguren. Diese Bevölkerungsgruppe ist vielen Medienberichten zufolge mit einer sehr umfassenden Überwachung durch chinesische Behörden ausgesetzt. Neben großflächiger Kameraüberwachung samt Gesichtserkennung soll auch die direkte Überprüfung von Personen in der Region zum Alltag gehören.

Der Einsatz von Malware macht nun deutlich, dass auch Touristen in der Region nicht vor der Überwachung verschont bleiben. Das Ausmaß dieser Kontrolle soll gegen das Gesetz verstoßen – es bleibt also zu hoffen, dass sich irgendwann etwas an den Zuständen in der Xinjiang-Region ändert. Wenn ihr nach China reisen wollt, solltet ihr euch vorerst also gut überlegen, ob ihr auch den Nordwesten besuchen möchtet.


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