China verrät: Android enthält 310 Microsoft-Patente

Microsoft macht nicht nur in Windows Phone: Android enthält viele MS-Lizenzen
Microsoft macht nicht nur in Windows Phone: Android enthält viele MS-Lizenzen(© 2014 CC: Flickr/Robert Scoble)

Immer wenn ein Android-Gerät über den Ladentisch geht, verdient Microsoft kräftig mit. Welche Patente des Software-Giganten in jedem Smartphone und Tablet mit Googles Betriebssystem drinstecken, hat jetzt die chinesische Behörde für Handel und Wirtschaft ans Licht gebracht, berichtet ZDNet.

310 Patente hat die Behörde auf seiner Webseite veröffentlicht: 73 davon sind Standard-Patente, die für generelle Technologien in Mobilfunkgeräten gelten, 127 sind Patente, die spezifisch Verwendung in Android finden. Somit verdient Microsoft mit jedem Gerät Lizenzgebühren, das ein Hersteller mit Android bestückt.

Harte Fakten statt Spekulation

Dass Microsoft an Android kräftig mitverdient, war bereits bekannt: Bereits im November hatte Analyst Rick Sherlung von Nomura Holdings gemutmaßt, dass jährlich zwei Milliarden Dollar nur durch die Patentlizenzen an Microsoft gehen. Damit gleiche der Software-Konzern Verlustgeschäfte wie die Xbox, Windows Phone und Skype aus. Ohne gerichtlichen Zwang hatte Microsoft diese Informationen jedoch nicht öffentlich aufgedeckt. Die neue Liste untermauert daher, was bisher nur vermutet und geschätzt werden konnte.

Produkt des chinesischen Kartellverfahrens

Die öffentlich einsehbare Patentliste der chinesischen Behörde entstand während einer Prüfung der Übernahme von Nokia durch Microsoft auf Rechtmäßigkeit. Das chinesische Kartellamt hatte ermittelt, ob die Verschmelzung der beiden Firmen nicht eine zu große Marktmacht bedeutete und kam schließlich zu dem Ergebnis, dass dem nicht so ist: Im April gab es auch aus China grünes Licht für den 5,4-Milliarden-Dollar-Deal.


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