Chinesische Regierung: iPad und MacBook sind nun tabu

UPDATE
Eine Büroausstattung mit Apple-Produkten scheint chinesischen Regierungsmitarbeitern künftig untersagt zu sein
Eine Büroausstattung mit Apple-Produkten scheint chinesischen Regierungsmitarbeitern künftig untersagt zu sein(© 2014 CC: Flickr/GregDawson)

Snowden lässt Grüßen: Die chinesische Regierung hat die Anschaffung von Apple-Produkten mit staatlichem Geld untersagt. Regierungsmitglieder sollen künftig ohne iPad, iPad mini, MacBook oder iPad Air auskommen müssen, berichtet Bloomberg. Bereits im Mai kündigte China an, ausländische Technologie-Unternehmen auf mögliche Risiken für die nationale Sicherheit hin zu überprüfen.

Der Nachrichtenseite zufolge stamme die Info von Regierungsmitarbeitern, die anonym bleiben wollen. Ihnen war aufgefallen, dass sich in den Anschaffungslisten für Hardware im Juli keine Apple-Produkte mehr befanden, wobei es sich um vertrauliche Dokumente handelt. Wohl auch ein Grund dafür, warum Apple noch keine Stellungnahme dazu abgegeben hat. Im Juni seien sie aber noch in einer Vorab-Version der Liste aufgeführt gewesen. iPhones seien zwar ebenfalls nicht enthalten, doch seien Smartphones ohnehin nicht darin aufgeführt.

Nicht alle US-Hersteller scheinen betroffen zu sein

Analyst Mark Po des Hongkonger Unternehmens UOB Kay Hian Ltd. erklärt die Bedeutung dieser Entscheidung: "Wenn die Regierung Anschaffungen von Produkten aus Sicherheitsgründen unterbindet, sendet es Signale an Unternehmen und halbstaatliche Organisationen. Die chinesische Regierung möchte damit sicherstellen, dass der Einfluss ausländischer Unternehmen nicht zu groß wird."

Es seien nicht alle US-amerikanischen Hersteller aus der Liste geflogen: Hewlett-Packard und Dell seien nach wie vor dort aufzufinden. Anders hingegen bei Microsoft: Windows 8 ist bereits seit einigen Monaten auf der schwarzen Liste der chinesischen Regierung.

Update vom 8. August 2014, 10:28 Uhr: Mittlerweile hat sich ein Vertreter des chinesischen Finanzministeriums zu dem Vorwurf geäußert und abgestritten, dass Apple-Produkte wie das iPad oder das MacBook von der Beschaffungsliste der Behörde gestrichen wurde. Das zumindest berichtet heise.


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