Chinesischer Uber-Konkurrent startet in den USA

Bedrohte Spezies? Die ikonischen New Yorker Yellow Cabs.
Bedrohte Spezies? Die ikonischen New Yorker Yellow Cabs.(© 2014 Flickr/Damiandos Chronakis)

Der Dienst Yongche expandiert vorerst nach New York und San Francisco. Was das Unternehmen von der Konkurrenz unterscheidet: Die Fahrer sprechen Mandarin. 

Touristen als Kunden

Während in Europa gegen den Fahrdienst Uber protestiert wird, macht sich in den USA ein neuer Player breit: Yongche ist die chinesische Version des Taxi-Konkurrenten und startet jetzt erstmals außerhalb des Heimatmarktes. CEO Herman Zhou expandiert sein Unternehmen nach New York und San Francisco - die wichtigsten Märkte von Uber und Lyft. Bislang war Yongche in 57 chinesischen Städten verfügbar.

Um sich von der starken Konkurrenz in Nordamerika abzuheben, setzt Zhou auf sein besonderes Asset: Die Fahrer der Taxi-Alternative sollen alle Mandarin sprechen. Damit will sich das in Hong Kong ansässige Startup an chinesische Kunden richten. Touristen aus seinem Heimatland, die kaum Englisch sprechen, hätten es somit einfacher, wenn sie in den USA  ankommen, sagt Yongche-Gründer Zhou.

Expansion nach Deutschland

Aktuell hat Yongche laut eigenen Angaben zwei Millionen aktive Nutzer und 50.000 Fahrer unter Vertrag. Nach San Francisco und New York soll der Service auch in Los Angeles, Boston, London, Frankfurt, Singapur und Tokyo launchen, kündigt der Unternehmenschef an. Innerhalb des nächsten Jahres soll Yongche in 150 Städten fahren und die Mitgliederzahl verzehnfacht haben, so der Plan des Anbieters. In wenigen Jahren ist das Unternehmen dann auch so viel wert wie Uber, prognostiziert Zhou.


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