Android-Apps künftig unter Chrome OS: Das müsst Ihr wissen

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Acer Chromebook 13
Acer Chromebook 13(© 2014 CURVED)

Google erweitert den Umfang von Chrome OS um Millionen Android-Apps. Das funktioniert aber nicht sofort. Alles, was Ihr wissen müsst, lest Ihr hier.

Nicht auf der großen Keynote, sondern in einer einzelnen Session auf der Google I/O hat das Unternehmen die Unterstützung von Android-Apps in Chrome OS offiziell vorgestellt. Durch Anwendungen wie Skype, Word, Spotify, Fotoshop Mix mausert sich das (ehemalige) Browser-System zum Windows-Konkurrenten. Die Macs von Apple haben die Chromebooks schon im vergangenen Quartal überholt. Bis Ihr die Apps aus dem Play Store in vollem Umfang nutzen könnt, werden aber noch ein paar Monate vergehen.

Wie Google im Chrome Blog mitteilt, haben ab Juni erstmal nur Entwickler Zugriff auf den Play Store. Und das auch nur auf drei Geräten:  Acer Chromebook R 11,  Asus Chromebook Flip und das aktuelle Chromebook Pixel. Im Laufe des Jahres sollen die Apps dann auf weitere Chromebooks kommen. Eine vollständige Liste aller unterstützen Notebooks hat Google hier veröffentlicht. Was bei den drei Geräten zum Start auffällt: Sie haben alle einen Touchscreen.

So funktionieren Apps auf Chromebooks

Kein Wunder: Android-Apps sind ja für Touch-Oberflächen ausgelegt. Ihr könnt die Anwendungen aber natürlich auch mit Maus und Tastatur bedienen. Um sie einfach zu installieren, integriert Google den Play Store mit einem eigenen App-Icon in der Taskleiste. Habt Ihr den Store einmal aufgerufen, funktioniert es wie unter Android auch. Installierte Apps öffnen sich anders als die Web-Anwendungen natürlich nicht in Browser-Tabs, sondern in separaten Fenstern. Auch echtes Multitasking ist mit Chrome OS in Zukunft also kein Problem mehr.

Wie auf dem Smartphone könnt Ihr auch auf dem Chromebook Apps über den Google Play Store installieren.(© 2016 Google)

Das soll sich übrigens nicht negativ auf die Geschwindigkeit auswirken. Dieter Bohn von The Verge hatte schon Gelegenheit, ein wenig mit Android-Apps auf einem Chromebook herumzuspielen. Demnach laufen die Anwendungen unter dem System sehr schnell, auch wenn noch ein paar kleine Fehler auftreten würden. Zwar stand ihm zum Testen ein Chromebook Pixel 2 zur Verfügung, das im Vergleich zu anderen Chromebooks exorbitant gut ausgestattet ist. Aber auch auf normalen Geräten sollen die Apps laut Google ohne Probleme funktionieren. Der Grund ist klar: Die meisten Apps sind dafür designt, auch auf dem schwächsten Smartphone zu laufen. Einem solchen Gerät ist auch das schwächste Chromebook leistungstechnisch überlegen.

Außerdem ist der Kniff mit den Fenstern ein guter Trick, um darüber hinwegzutäuschen, dass die meisten Android-Apps von Entwicklern nicht für große Bildschirme angepasst werden. Unter diesem Umstand leidet zum Beispiel auch Googles eignes Top-Tablet, das Pixel C.

Chrome OS und Android werden doch ein System

Damit Android-Apps überhaupt auf Chromebooks laufen, musste Google Chrome OS und Android übrigens doch zusammenbringen. Das wurde ja im Vorfeld der Google I/O des Öfteren spekuliert. Allerdings ging man da noch davon aus, dass es sich dabei um ein neues System für Smartphones handelt. Tatsächlich greift Google nicht auf einen Emulator oder virtuelle Maschinen zurück, um die Anwendungen zum Laufen zu bringen, sondern ganz einfach auf Android.

Das bringt einige Vorteile: Kauft Ihr Euch ein neues Chromebooks und meldet Euch mit Eurem Google-Account an, könnt Ihr direkt alle Apps aufs Notebook laden, die Ihr auch auf dem Android-Smartphone benutzt. Außerdem haben die Anwendungen vollen Zugriff auf Prozessor, Arbeitsspeicher, WLAN und das Ablagesystem des Chromebooks. Ihr könnt also auch lokale Dateien bearbeiten. Bei den Vorschauversionen auf der Google I/O kommt übrigens noch Android Marshmallow zum Einsatz. Wenn alles fertig ist, wird es aber mit Android N laufen.


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