Chromecast: 70.000 Geräte von "PewDiePie"-Hack betroffen

Euer Chromecast soll durch falsche Router-Einstellungen Angriffen ausgeliefert sein
Euer Chromecast soll durch falsche Router-Einstellungen Angriffen ausgeliefert sein(© 2018 CURVED)

Viele Nutzer mit einem Google Chromecast wurden in letzter Zeit Opfer des sogenannten "PewDiePie"-Hacks. Mehr als einen Schrecken dürfte der Angriff aber zum Glück nicht verursachen. Offenbar haben die Personen hinter der Aktion gute Absichten.

Der "#CastHack" habe schon über 72.000 Geräte mit Chromecast betroffen, führen die Verantwortlichen "HackerGiraffe" und "j3ws3r" auf einer eigens für die Aktion eingerichteten Webseite auf. Betroffene bekommen offenbar ein YouTube-Video mit einer Mitteilung auf dem TV angezeigt, das über den Angriff informiert – und dazu aufruft, den YouTuber PewDiePie zu unterstützen. Zusätzlich werden die Chromecasts einiger Nutzer offenbar umbenannt.

Sensibilisierung statt Datenklau

"Dein Chromecast/Smart TV ist ungeschützt im Internet und legt sensitive Informationen über Dich offen! Um mehr darüber zu erfahren und was Du dagegen tun kannst, besuche [Webseite] für mehr Informationen", heißt es in der Mitteilung. Zu diesen persönlichen Infos könnten offenbar der Name eures WLAN, gekoppelte Bluetooth-Geräte und weitere gespeicherte Netzwerke gehören.

Zudem sei es nach dem Hack möglich, den Chromecast umzubenennen, fernzusteuern, Neustarts und Resets durchzuführen sowie ihn mit beliebigen WLANs oder Bluetooth-Geräten zu verbinden. Allerdings behaupten die Hacker auf ihrer Seite, dass sie die Aktion nur zur Sensibilisierung durchführen, um betroffene Nutzer auf das Sicherheitsproblem hinzuweisen. So soll der Hack letztendlich keinen Schaden verursachen oder der Sicherung persönlicher Informationen dienen.

Google sieht das Sicherheitsproblem aber nicht bei den Chromecast-Geräten, berichtet The Verge. Die Router der Nutzer seien der kritische Angriffspunkt. Die Hacker selbst empfehlen, dass ihr das universelle Plug and Play (UPnP) bei eurem Router deaktiviert und im Idealfall auch die Weiterleitung der Ports 8008, 8443, 8009 unterbindet – das soll vor weiteren Angriffen schützen.

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