CIA über mehrere Stunden offline

Hacker legten über mehrere Stunden die Webseite des US-Geheimdienstes CIA lahm. Auch andere Institutionen waren von der Attacke betroffen. Zwischenzeitlich sorgten Anonymous-Mitglieder für Verwirrung.

Schuld für den Ausfall der CIA-Homepage soll angeblich ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) gewesen sein. Bei dieser Variante wird ein Server so lange mit Anfragen bombardiert, bis er zusammenbricht. Die Internetseite des Geheimdienstes zählt zu einen der sichersten Online-Auftritte. Doch auch solch gut aufgestellten Webpräsenzen können nicht viel gegen eine ständige Überlastung der Serverkapazitäten ausrichten.

Kurze Zeit nach Beginn der Angriffe von außen meldeten sich Hacktivisten aus den Kreisen von Anonymous über Twitter zu Wort. Sie bekannten sich indirekt zu der Lahmlegung, indem sie auf einen Link hinwiesen, der Anonymous für die Attacke verantwortlich macht. Später dementierten sie allerdings die Aussage: "Wenn wir auf einen Hack oder DDoS-Angriff hinweisen, heißt es nicht unbedingt, dass wir es waren". Vonseiten der amerikanischen CIA wurde nur bestätigt, dass die Webseite vorübergehen nicht zu erreichen war. Neben der CIA wurde auch der US-Bundesstaat Alabama attackiert. Hier könnten sich die Hacker sogar Zugang zu den Servern verschafft haben.

Anonymous

Anonymous steht für Rede- und Meinungsfreiheit im Internet. Die Bewegung geht auch gegen Zensurmaßnahmen vor. Da das Netzwerk lose organisiert ist, hat die Gemeinschaft keinen einheitlichen Fahrplan. Immer wieder haben es Anonymous-Anhänger auf Behörden, Unternehmen oder Banken abgesehen. In sogenannten Untergrundforen stimmen die Mitstreiter über Aktionen, die bei Anonymous "Operationen" genannt werden, ab. Die Mitglieder der Organistation agieren auf internationaler Ebene. Neben Aktivitäten im Internet sind die Aktivisten auch verstärkt bei Demonstrationen zu sehen. Ihr Erkennungszeichen ist die Guy-Fawkes-Maske.