CityMaps2Go: Samwer-Brüder investieren in Travel-App

Supergeil !5
CityMaps2Go startete 2010 als Mobile First-Service.
CityMaps2Go startete 2010 als Mobile First-Service.(© 2014 Ulmon)

Die Travel-App, von der kaum jemand gehört hat: CityMaps2Go verzeichnet bereits zehn Millionen Downloads und hat jetzt einen großen Investor an Bord geholt. 

Vor vier Jahren gestartet

"Noch nie davon gehört", dachte ich, als eine Freundin mir diese Woche von ihrem neuen Job bei einem Wiener Startup erzählte. Einen Tag später berichtete TechCrunch über das österreichische Unternehmen: CityMaps2Go erhält ein Investment von den deutschen Samwer-Brüdern. Und zwei Tage später traf ich Gründer Florian Kandler schließlich fast zufällig im Philz Coffeeshop, einem Startup-Treffpunkt in San Francisco.

Kandler ist nicht zum ersten Mal hier. 2011 verbrachte er ein halbes Jahr im Silicon Valley, um dort sein Geschäft voranzutreiben. Und auch "Noch nie davon gehört" bekommt der COO öfter zu hören. Dabei ist das dahinter stehende Unternehmen Ulmon bereits seit 2010 aktiv - in App-Jahren fast eine Ewigkeit. Mit CityMaps2Go bauten Kandler und sein Mitgründer Tymon Wiedermair eine Reise-App mit Offline-Karten aus verschiedensten Städten.

Zehn Millionen Downloads

"Seit dem Start von vier Jahren haben wir mehr als zehn Millionen Downloads erreicht", erzählt der Gründer. Sechs Millionen davon kamen erst im vergangenen Jahr. Eine Entwicklung, die Investoren überrascht: "Bei Treffen fragen sie uns, wieso sie noch nichts von uns gehört haben und glauben uns erst mal nicht." Das Wachstum der App sei organisch und der COO führt es vor allem auf den Namen zurück: "Die Keywords machen die Anwendung im App Store leicht auffindbar."

"Ich will, dass große Reiseanbieter uns ernst nehmen"

Was CityMaps2Go von anderen weiter abhebt: "Wir waren von Beginn an profitabel." Möglich ist das durch eine kostenlose Version mit kostenpflichtigen Upgrades (die ersten fünf Downloads von Reiseguides sind gratis), sowie eine Premiumversion für 2,69 Euro. Die Kartentechnologie, die auf Open Street Maps basiert, sind zwar das Steckenpferd des Unternehmens - "andere Startups haben uns schon nach einer Lizenzierung gefragt" –, jedoch nicht mehr der einzige Schwerpunkt. "Neben Orientierung setzen wir künftig auch auf mehr Content", erklärt Kandler. Der kommt unter anderem von den Usern, Wikipedia und Partner Booking.com.

Die Samwers investieren

Die Kooperation mit dem Buchungsportal Booking.com ist eine weitere Einnahmequelle für CityMaps2Go. Die App verdient pro Buchung mit, so Kandler. Sein Service habe einen großen Vorsprung gegenüber den großen Reiseanbietern im Netz, weil die Mobile noch schwach aufgestellt sind. CityMaps2Go hingegen startete als Mobile First-Service.

Nachdem sich das mittlerweile zwölfköpfige Unternehmen seit mehr als drei Jahren selbst finanziert hat, holte sich Ulmon Global Founders Capital als ersten Risikokapitalgeber. Hinter dem Fonds stecken die berüchtigten Internetunternehmer Oliver und Marc Samwer, sowie Delivery Hero-Mitgründer Fabian Siegel.

Bei dem Betrag handle es sich um einen "niedrig siebenstelligen Eurobetrag", lässt COO Kandler durchblicken. Die Entscheidung fiel auf die Berliner Investoren, weil sie bereits Erfahrung im Travel-Bereich haben. Die Samwer-Brüder unterstützten etwa das Reiseportal Trivago.

Anerkennung der Konkurrenz

Mit dem frischen Kapital wollen die CityMaps2Go-Entwickler das Team weiter ausbauen. Dieses Jahr will Kandler vor allem die Nutzerzahlen der App merklich erhöhen. Sein strategisches Ziel für die nächsten Jahre? "Ich will, dass uns große Reiseanbieter wie TripAdvisor wahrnehmen und als relevanten Player ernst nehmen."

Was dann kommt, will der CityMaps2Go-Gründer noch nicht verraten. Im Silicon Valley ist er für einige Wochen, "um sich mit anderen Unternehmern zu treffen und inspirieren zu lassen."


Weitere Artikel zum Thema
Bliz­zard will 2017 drei große Hearth­stone-Erwei­te­run­gen veröf­fent­li­chen
Guido Karsten
Hearthstone Straßen von Gadgetzan
Blizzard hat für seinen Strategie-Kartenspiel-Mix Hearthstone "Das Jahr des Mammuts" angekündigt. Drei große Erweiterungen sollen 2017 erscheinen.
Massig iPhone-Spei­cher frei­räu­men: So gewinnt Ihr Giga­by­tes in Windeseile
Marco Engelien19
Supergeil !14Das iPhone 6 Plus gibt es mit 16 Gigabyte Speicher.
Wer ein iPhone mit wenig Speicher besitzt, muss ständig mit dem Platz haushalten. Unter iOS 10 hilft ein Trick, wenn es mal richtig eng wird.
Spotify und Co: Die Toten Hosen sind jetzt bei den Stre­a­ming-Diens­ten
1
Supergeil !8Die Toten Hosen sind ab jetzt bei Spotify und Co. zu finden
Die Toten Hosen sind in der Streaming-Welt angekommen – und nicht nur "Zu Besuch": Ab sofort könnt Ihr die Punkrock-Band auf Spotify und Co. hören.