Die Corona-App des RKI ist da – aber es gibt einen Haken

Nicht meins26
Fitness-Tracker wie von Fitbit sollen die Corona-App des RKI mit Daten füttern
Fitness-Tracker wie von Fitbit sollen die Corona-App des RKI mit Daten füttern(© 2019 CURVED)

Das Robert Koch Institut (RKI) hat endlich seine Corona-App veröffentlicht – und viele Menschen wollen mithelfen, dem Institut bei der Erforschung des Coronavirus zu helfen. Damit das RKI valide Informationen erhalten kann, benötigt es allerdings viele persönliche Daten der Nutzer.

Damit die "Datenspende" über die Corona-App für das RKI hilfreich ist, sollen Nutzer Folgendes angeben: Geschlecht, Alter, Gewicht, Körpergröße, Postleitzahl sowie Daten zu Gesundheit und Aktivität. Dabei geht es in erster Linie um Schlafverhalten, Herzfrequenz und Körpertemperatur.

Das Institut will über Fitnesstracker und Smartwatches Symptome erkennen, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden. Das seien etwa der Ruhepuls, sowie Aktivitäten und Schlafverhalten der Nutzer. Die Daten sollen nur für wissenschaftliche Zwecke verwendet und "pseudonymisiert" werden. Allerdings werden die Nutzer selbst nicht informiert, wenn das RKI den Verdacht hat, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind.

Corona-App unterstützt zahlreiche Geräte

Bislang unterstützt die Corona-App zahlreiche Fitnesstracker verschiedener Hersteller. Dazu gehören Geräte von Fitbit, Garmin, Polar und Withings/Nokia. Außerdem können die Daten aller Geräte genutzt werden, die über Google Fit oder Apple Health erfasst werden – also zum Beispiel auch Daten der Apple Watch.

Bislang haben sich dem RKI zufolge bereits 50.000 Menschen bereit erklärt, ihre Daten über die Corona-App zur Verfügung zu stellen. Allerdings sei das erst knapp die Hälfte der Teilnehmer, die das Institut benötigt, um seine Ziele zu erreichen, wie die Welt berichtet. In Deutschland gebe es zudem viele Vorbehalte gegenüber einer solchen App, die persönliche Daten erfasst und auswertet. Ein Beispiel aus den USA zeige, wie sehr eine solche Datenauswertung dazu beitragen kann, die Ausbreitung von Krankheiten vorherzusagen.

App für schnelleres Testergebnis

Das RKI steht mit seiner Corona-App nicht alleine da. Auch die Telekom hat bereits eine entsprechende Anwendung veröffentlicht. Diese App hat allerdings vor allem das Ziel, den Zeitraum zwischen Testergebnis und Benachrichtigung zu verkürzen. Auf diese Weise soll die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Wenn ihr euch über das Coronavirus informieren wollt, hilft euch unsere Übersicht zum Thema weiter. Dort findet ihr Informationen, Live-Karten und einen Ticker zur Lage. Umfangreiche Informationen zur Corona-App findet ihr auf der Webseite des RKI.


Weitere Artikel zum Thema
Gesell­schaftss­piele online: Gemein­sam spie­len trotz Ausgangs­be­schrän­kun­gen
Joerg Geiger
UPDATEHer damit25Gesellschaftsspiele online: So zockt ihr trotz Corona gemeinsam.
Was hilft am besten gegen den Corona-Koller? Spiele mit Freunden. Und viele Gesellschaftsspiele sind online verfügbar. Ein Überblick.
Apple Watch: Kann sie das Corona-Virus schnel­ler erken­nen als ein Test?
Julian Schulze
Die Apple Watch (Bild) erkennt Unregelmäßigkeiten im Herzschlag
Zwei unabhängige medizinische Studien deuten darauf hin, dass die Apple Watch Corona sehr früh erkennen kann.
WhatsApp will eure Daten mit Face­book teilen: Was das für euch bedeu­tet
Julian Schulze
Nicht meins13WhatsApp: Die Zustimmung zu den neuen Nutzungsbedingungen ist Pflicht
WhatsApp will eure Daten zukünftig mit Facebook teilen. Wer der neuen Datenschutzrichtlinie nicht zustimmt, darf den Messenger bald nicht mehr nutzen.