"Corporate Accelerator": Disney investiert in Startups

"Corporate Accelerator": Disney investiert in Startups
"Corporate Accelerator": Disney investiert in Startups(© Disney/ Video Still)

Der Startup-Hype macht vor keiner Industrie Halt: Disney hat am Mittwoch angekündigt, ein Accelerator-Programm zu starten. Der Entertainment-Konzern ist nicht der erste, der Startups für sich entdeckt. 

Mentoring und Investments für Jungunternehmer

Drei Monate wird das Startup-Programm des "Disney Accelerators" dauern. Dafür suchen die Betreiber zehn junge Unternehmen in Frühphase, die Mentoring in Anspruch nehmen wollen. Disney beteiligt sich mit jeweils 120.000 US-Dollar an den Startups. Da der Konzern neu im Business ist, hat er sich einen Partner gesucht: Techstars betreibt ebenfalls Accelerator-Angebote in mehreren US-Städten und hat bereits andere Corporate-Programme entwickelt: für Microsoft, Nike und den Telekom-Konzern Sprint.

 In den USA haben sogar Supermarktketten ihre eigenen Startup-Fonds

Disney ist nicht das einzige Medienimperium, das Investments tätigt. Turner Broadcasting und Warner Bros. haben jüngst ein "Media Camp" initiiert. Das dreimonatige Programm mit Standorten in San Francisco und Los Angeles zieht Produktideen hoch, die im weitesten Sinne mit dem TV-Business zu tun haben. Auch Deutschland hat den Trend bereits aufgespürt. Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hat das Verlagshaus Axel Springer  ins Silicon Valley gelockt. T-Ventures, das VC-Programm der Deutschen Telekom ist bereits seit Jahren in der Region verankert. Und jüngst hat sich ProSieben mit seinem Accelerator-Programm in San Francisco niedergelassen. In den USA haben sogar Supermarktketten ihre eigenen Startup-Fonds - Target und 7Eleven zählen zu den Vorreitern.

Win-Win-Situation

Die Corporate-Accelerators wollen vor allem eines: neue Geschäftsfelder erschließen. Starre Strukturen in Konzernen lassen nicht viel Platz für Innovation. Startup-Accelerators sind deshalb eine gute Option, frischen Wind ins Unternehmen zu bringen. Im besten Fall sind diese Programme eine Win-Win-Situation. Denn Jungunternehmern fällt es nicht immer leicht, ihre Zielgruppe zu erreichen. Große Partner verschaffen Zugang zum Konsumenten. Disney erhofft sich von seinen zehn Startups zukunftsträchtige Technologien für die Unterhaltungsindustrie. Wie diese aussehen, wird sich beim Demo Day im Herbst zeigen.


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