Crazybaby Mars im Test: der schwebende Bluetooth-Speaker [mit Video]

Ganz schön crazy, Baby!  Crazybaby Mars ist der verrückteste Bluetooth-Speaker, den wir jemals getestet haben.

Womit fangen wir an? Wohl damit: Ja, der Speaker schwebt tatsächlich. Möglich machen das starke Magnete im Basisteil und dem schwebenden Hochtöner- bzw. Mitteltöner. Schaltet Ihr den Lautsprecher ein, schraubt sich das Ufo nach wenigen Sekunden in die Höhe und gibt dann 360-Grad-Klang ab. Der Hersteller verspricht dadurch nicht nur Rundum-Hörgenuss, sondern auch weniger akustische Verzerrungen durch unterschiedliche Oberflächen.

Ein Mac Pro mit Ufo?

Die Basisstation, die dem Mac Pro (neben unserem Testgerät in Schwarz sind noch Weiß und Spacegrau verfügbar) doch sehr stark ähnelt, beherbergt zum einen den Subwoofer, darüber hinaus aber auch einen Akku. Ihr könnt Crazybaby Mars also entweder an der Steckdose bedienen oder etliche Stunden im Akkubetrieb. Praktisch: Der Hersteller hat zwei USB-Ports verbaut, über die man parallel sein Smartphone aufladen kann. Das Ufo wiederum wird aufgeladen, wenn es oben aufliegt. Einmal aufgefüllt, reicht der Akku für rund acht Stunden.

Das ist insofern interessant, als dass Ihr das Ufo auch komplett ohne Basisstation nutzen könnt – dann natürlich mit viel weniger Bassleistung. Durch den extrem starken Magneten auf der Unterseite haftet es auf metallischen Oberflächen bombenfest.

Verbunden wird Crazybaby Mars, ob mit oder ohne Basisstation, via Bluetooth 4.0. Zusätzlich müsst Ihr allerdings noch die Companion-App installieren, um den Lautsprecher vollumfänglich zu bedienen. Mit ihr habt Ihr etwa Zugriff auf einen Equalizer, könnt die Flughöhe des Ufos variieren und den Look sowie die Helligkeit des Leuchtringes anpassen. Außerdem in der App verfügbar: ein Feature namens Auto-Volume, das die Lautstärke daran anpasst, wie nah Ihr dem Lautsprecher seid. Das hat in unserem Test mit dem iPhone 7 Plus und der neuesten iOS-Version allerdings nicht vernünftig geklappt. Auch machte die Software ab und an bei der Kopplung mit dem Speaker Probleme, die sich aber nach einem kurzen Neustart der App beheben ließen. Hier wäre es aber wünschenswert, dass die Entwickler zügig ein Update nachliefern.

Guter Rundumklang und viele Features

Wiederum überzeugt hat mich das verbaute Breitbandmikrofon, über das etwa Telefonkonferenzen mit dem Crazybaby Mars möglich sind. Auch hier wieder praktisch: Egal, wie die Teilnehmer im Raum verteilt sind: Alle hören gleich gut dank 360-Grad-Sound.

Bleibt die Frage: Wie klingt er denn, der Mars? Die kurze Antwort: Okay. Die lange Antwort: Das Ufo, auch "Mars Craft" genannt, kommt auf eine Nennleistung von 4 Watt, der Subwoofer auf zehn Watt. Er liefert einen ordentlichen Bass, während der Hochtöner durchaus präzise die Höhen ausliefert. Allerdings wird der Speaker nicht den Erwartungen gerecht, die man zweifelsfrei hat, sobald man ihn zum ersten Mal gesehen hat.

Fazit: ein absoluter Hingucker

Zumal er mit 399 Euro nicht übertrieben teuer, aber eben doch hochpreisiger ist als etwa ein Teufel Bamster Pro. Der ist für seine 230 Euro UVP zwar nicht ansatzweise so schön, aber klingt meiner Meinung weitaus besser. Dennoch: Der Crazybaby Mars ist etwas Besonders. Mit seiner schwebenden Soundeinheit ist er ein absoluter Hingucker und punktet zudem mit USB-Ports zum Aufladen sowie einer abnehmbaren Einheit, die sich auch unabhängig vom Bassmodul nutzen lässt und dank IPX7-Zertifizierung sogar gegen kurzzeitiges Untertauchen in Wasser geeignet ist. So viele Features machen den ungewöhnlichen Bluetooth-Speaker auf jeden Fall zu einem besonderen Geschenk unterm Weihnachtsbaum.


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