"Crown": Tinder erhält Konkurrenz aus dem eigenen Haus

"Crown" macht einiges anders als Tinder (Bild)
"Crown" macht einiges anders als Tinder (Bild)(© 2014 Tinder, CURVED Montage)

Mit Tinder betreibt die Match Group die derzeit wohl bekannteste kommerzielle Dating-App. "Crown" könnte dem Platzhirsch in Zukunft Konkurrenz machen oder den Nutzern zumindest eine zusätzliche Möglichkeit bieten, Bekanntschaften zu schließen. 

Um für Tinder-Nutzer interessant zu sein, muss "Crown" etwas anders machen – und so ist es auch: Laut den Entwicklern soll die Anwendung die "kognitive Belastung" reduzieren, der andere Dating-Apps ihre Nutzer aussetzen, berichtet TechCrunch. Das Problem an Tinder und Co. sei Folgendes: Der Pool angezeigter potenzieller Partner sei schier endlos, was dazu führe, dass die Nutzer immer weitersuchten. Denn schließlich könnte der nächste Vorschlag ja noch mehr den eigenen Vorlieben entsprechen als die bisherigen Matches. Dieses Verhalten erhöhe aber die Wahrscheinlichkeit letztendlich gar niemanden zu finden. Aus diesem Grund beschränkt "Crown" die Anzahl der potenziellen Matches auf 16 pro Tag.

"Crown" macht Nutzer zum "Bachelor"

Die App schlägt ihren Nutzern jeden Mittag 16 mögliche Dates vor. Die Auswahl erfolgt über einen Algorithmus, der bereits zu euch passende Partner in eurer Nähe auswählt. Das Besondere daran ist, dass die Partnerwahl ähnlich wie bei der Fernsehsendungen "Bachelor" und "Bachelorette" abläuft: Die 16 potenziellen Matches treten in Konkurrenz zueinander und sind wie bei der KO-Runde der Fußball-WM in einem Turnierbaum angeordnet. "Crown" stellt immer zwei davon einander gegenüber und der Nutzer muss sich jeweils für seinen Favoriten entscheiden. Der Gewinner des Duells erhält dann – statt der Rose in "Bachelor" – eine Krone.

Der oder die Gekrönte erhält dann die Gelegenheit mit dem Nutzer zu chatten, kann dies aber auch ablehnen. Anschließend rückt er oder sie in die nächste Runde vor und muss sich dort gegen die anderen Gewinner durchsetzen. Einen ersten Platz gibt es allerdings nicht. Das "Turnier" endet mit den "Final Four", also vier Gewinnern. Aufgrund der limitierten Auswahlmöglichkeiten sollen die Chancen, dass sich Matches treffen, bei "Crown" höher sein als bei Tinder.

Die Dating-App ist in den USA bereits seit einigen Monaten als limitierte Beta-Version für iOS verfügbar. Nun geht "Crown" offiziell an den Start – zunächst aber erst einmal nur in Los Angeles. Weitere Städte sollen in Zukunft ebenso wie eine Android-Version folgen, die Nutzerschaft nimmt offenbar täglich stark zu. Eine spätere Veröffentlichung hierzulande ist durchaus vorstellbar, schließlich hat sich Tinder ebenfalls längst in Deutschland etabliert. Vielleicht habt ihr bis dahin aber auch schon einen festen Partner gefunden. Unsere Tinder-Tipps erhöhen zumindest eure Chancen auf erfolgreiche Dates.

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