Darum bringt "Spider-Man" Marvels Timeline durcheinander

Spider-Man hat die Timeline im Marvel-Universum wohl durcheinandergebracht
Spider-Man hat die Timeline im Marvel-Universum wohl durcheinandergebracht(© 2017 Sony Pictures)

In "Captain America: Civil War" tauchte der beliebte Held Spider-Man endlich im Marvel-Cinematic-Universe (MCU) auf. Mit der Spinne sind aber wohl auch ein paar Probleme gekommen. So ist es etwa problematisch, dass Peter Parker noch ein Teenager ist. Die restlichen Avengers sind durch sein Erscheinen zum Beispiel etwas älter geworden.

Ursprünglich spielte "Captain America: Civil War" laut ScreenRant nur rund vier Jahre nach den Ereignissen des ersten "Avengers"-Films. An dieser Timeline hat "Spider-Man: Homecoming", der nur wenige Monate nach dem Bürgerkrieg der Helden spielt, etwas geändert. Peter Parker sei quasi mit den Ereignissen rund um Iron Man, Captain America und Co. aufgewachsen, in "Homecoming" wird offenbar erwähnt, dass die Alien-Invasion ganze acht Jahre zurückliegt – alle Marvel-Helden sind also plötzlich vier Jahre älter als zuvor.

Teenager für kurze Zeit

Ein weiteres Problem ist, dass Peter Parker im MCU derzeit noch ein Teenager ist. Allein "Avengers: Infinity War" soll aber zwei Jahre nach "Homecoming" spielen. Für einen jungen Schüler ist so eine Zeitspanne gewaltig, bezogen auf das Erwachsenwerden. So kann Disney also nur wenige Geschichten aus dem Highschool-Leben von Spider-Man erzählen, ehe die Spinne diese Phase hinter sich hat und sich dem Studium oder dem Berufsleben widmet.

Angeblich überlegen die Macher deshalb, Ereignisse der kommenden MCU-Filme in kürzeren Abständen voneinander stattfinden zu lassen. Das sei vergleichbar mit der "Harry Potter"-Reihe, in der jeder Titel ein neues Schuljahr markierte. Auf diese Weise "altern" die Hauptcharaktere möglichst langsam und es kommt nicht zu großen Zeitsprüngen. Spider-Man-Darsteller Tom Holland wird allerdings auch nicht vom Zahn der Zeit verschont bleiben, irgendwann ist so oder so Schluss mit der Highschool.

"Spider-Man" ist offenbar erst im letzten Moment zur dritten Phase des MCU hinzugefügt worden. Zuvor war wohl nicht klar, ob der Deal mit Rechteinhaber Sony gelingt, sodass die Figur im Streifen benutzt werden darf. Die Autoren von "Civil War" haben deshalb angeblich an zwei Skripten gearbeitet – eines mit und eines ohne Peter Parker. Spätestens nach "Infinity War", wenn die vierte Phase bei Marvel beginnt, könnten sich die Timeline-Probleme aber in Luft auflösen. Womöglich hängen die Filme des geteilten Universums dann weniger stark zusammen, was auch weniger Probleme für die Kontinuität bedeuten dürfte.


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